Großartig: Mit der MS nickoVISION zu Naturparadiesen und Donaumetropolen

Mit neuen Visionen durch sieben Länder zum Donaudelta

Schnitt auf der Burg (Passau, Wien und Pécs)

Fast alle Bilder wurden mit einer DSR aufgenommen, wenige mit Handy.

Passau

Ich muss mich outen: Ich war noch nie im Donau-Delta. So wie auch auf dem Mond, wie peinlich. In 2019 wollte ich das ändern, als ich eine Kreuzfahrt der MS nickoVISION dorthin entdeckt hatte. Ein nagelneues Schiff mit einzigartigen Konzept, und viele neue Ländern und Orte für mich. Das sollte eine interessante Seh-Reise werden für mich, und wurde gebucht. Der Nachteil, dass die Reise in Passau beginnen und enden würde mit einer langen Anreise, hatte ich in Kauf genommen.

Als ich den Zug in Mainz bestieg, gab es umgehend einen ‘Verspätungsalarm wegen polizeilichen Ermittlungen’. Leider wollte mir von der Besatzung niemand verraten um was ging, Derrick & Co. sah ich nicht an Bord. Die fünf Stunden zogen sich, waren aber zu ertragen, auch durch so etwas:

Ein Prost auf die Bahn
Ein Prost auf die Bahn

Das Abendessen im Löwen-Brauhaus war nicht der erhoffte Knaller, und eher enttäuschend. Auch der Verkupplungs-Versuch der Bedienung scheiterte. Der Blick auf die abendliche Veste Oberhaus entschädigte das:

Die Veste Oberhaus in Passau
Die Veste Oberhaus in Passau

Wie auch der Absacker in die schicke Journey Cocktailbar, sie ist sehr zu empfehlen auf der Suche nach irdischen Genüssen:

Die Journey Cocktailbar in Passau
Die Journey Cocktailbar in Passau
Prost auf die Journey Cocktailbar in Passau
Prost auf die Journey Cocktailbar in Passau

Nach einer entspannten Nacht im Hotel König checkte ich aus, dort lästerte ein Tourist über Kreuzfahrer an der Rezeption. Das wäre nur etwas für langweilige Rentner über achtzig. Genau das Richtige für mich. Zeit hatte ich genug, die Abfahrt war erst am Nachmittag. Ich lief zur Anlegestelle, um meinen Koffer abzugeben. Durch die vielbefahrene Landesstraße B130, örtlich ‘Nibelungen Straße’ genannt, war der dreißigminütige Spaziergang keine Idylle, sondern eher eine Automobilshow:

Die B130 von Passau nach Österreich
Die B130 von Passau nach Österreich

Gepäcklos lief ich wieder zurück in die ‘Drei Flüsse Stadt’, wo am Zusammenfluss von Ilz und Donau die Burg ‘Veste Niederhaus’ steht:

Die Veste Niederhaus in Passau
Die Veste Niederhaus in Passau

Sie existiert bereits seit dem Jahr 1250, mit einer bewegenden Geschichte. Sie war unter anderen ein Beherbergung für Pilger, wurde durch eine Pulverexplosion zerstört und wiederaufgebaut, war eine Residenz von Bischöfen und ein Gefängnis für widerspenstige Geistliche. Heute befindet sie sich in Privatbesitz, und ist nicht öffentlich zugänglich.

Entlang der Ilz lief ich Richtung ‘Veste Oberhaus’ (natürlich bergauf…), diese Häuser spiegelten sich dabei in dem Zufluss der Donau:

Die Ilz in Passau
Die Ilz in Passau

Weil es ‘nach oben’ ging, hatte ich herrliche Ausblicke auf das ‘Bayerische Venedig’:

Blick auf Passau
Blick auf Passau
Blick auf Passau
Blick auf Passau

Leider befanden sich unter den zu sehenden Schiffen nicht die von Nicko, diese lagen weit außerhalb an der Donau.

Ich erreichte die ‘Veste Oberhaus’. Die weit sichtbare Inschrift 1499 auf der Fassade zeigt nur eines der Baujahre der bis 1800 immer wieder erweiterten Burg:

Die Veste Oberhaus in Passau
Die Veste Oberhaus in Passau

Ich lief dort etwas herum:

Die Veste Oberhaus in Passau
Die Veste Oberhaus in Passau

was zu einem starken Durstgefühl führte. Zum Glück befindet sich in dieser Anlage das (nicht ganz originell genannte) Gasthaus ‘Das Oberhaus’, ein gemütliches Restaurant. Es ist anscheinend beliebt, mit Glück hatte ich an der Bar einen Platz bekommen. Die netten Mitarbeiter verwöhnten mich mit einigen Bier-Spezialitäten.

Und nach geschätzten einer Million getrunkener Biere hatte ich eine Premiere: Von einem ‘Schnitt’ hatte ich noch nie gehört, geschweige denn probiert. Das Glas wird unter den Zapfhahn gehalten, und einmal kurz und weit geöffnet. Das Bier schießt ins Glas, bis es halb voll ist, darüber türmt der Schaum:

Ein Schnitt Bier im Oberhaus von Passau
Ein Schnitt Bier im Oberhaus von Passau

Schmeckt klasse, und besser als es aussieht. Aber Obacht geben, länger leben: In ein Wirtshaus gehen und einen Schnitt bestellen gehört sich nicht. Mindestens ein ‘normales’ Bier sollte man getrunken haben, bevor man einen Schnitt bestellt.

Gegessen hatte ich dort nichts, nach der Wirtschaftsweisheit: Sieben Bier sind auch ein Schnitzel. Ich hätte ewig dort sitzen können, das Schiff hatte dafür aber leider kein Verständnis. Ich torkelte zurück, und bezog meine geräumige Kabine:

Meine Kabine auf der MS nickoVISION
Meine Kabine auf der MS nickoVISION

Das war das Gegenteil von einem Wohnungssuchenden in Berlin: Ich hatte jede Menge Raum bekommen. Darauf trank ich erst einmal ein Bier:

Zinni auf der MS nickoVISION
Zinni auf der MS nickoVISION

Bestaunte die tolle Landschaft der Wachau und seine kleinen Ortschaften, wie hier Dürnstein und sein Stift:

Das Stift von Dürnstein
Das Stift von Dürnstein

und tauschte mit anderen Passagieren alberne alte Witze aus wie: ‘Was liegt zwischen Krems und Stein? Und!

Der Start war gelungen, und machte Lust auf Meer. Wir fuhren Richtung Wien, und ich ging an die Bar mit netten Personal:

Die Bar von der Nickvision
Die Bar von der Nickvision

Wien

Am nächsten Morgen erreichten wir Wien. Ich war schon ein paarmal dort, und hatte keine große Lust in die Stadt zu laufen, oder die Stadtrundfahrt zu buchen. Ich lief entlang der Donau, an den ‘DC Towers’ (Mehrzahl, obwohl nur einer) auf der anderen Flussseite vorbei:

Der Turm 1 der DC Towers in Wien
Der Turm 1 der DC Towers in Wien

Der DC Tower 1 wurde am 26. Februar 2014 eröffnet, und ist das zweithöchste Gebäude Österreichs. DC Tower 2 und 3 befinden sich in der Planungsphase.

Ich warf einen Blick auf die Franz-von-Assisi-Kirche, ohne als Kunstbanause rein zu gehen:

Die Franz-von-Assisi-Kirche in Wien
Die Franz-von-Assisi-Kirche in Wien

die lokal auch ‘Mexiko-Kirche’ genannt wird. Grund war, dass dieses Land 1938 das einzige war, das vor dem Völkerbund offiziellen Protest gegen den gewaltsamen Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich einlegte. Zum Gedenken an diesen Akt hat die Stadt Wien den umgebenen Platz und dieser Kirche diesen Namen verliehen.

Mein letztes Ziel des kleinen Ausflugs ging zum Prater, ein weitläufiges und öffentliches Areal. Ich war schon einmal dort, damals waren mir auf dem Weg dorthin viele zwielichtige Gestalten begegnet. Dieses Mal nicht, wobei ich nicht weiß, ob aufgeräumt wurde, oder es an der Tageszeit lag. Wenn man außerhalb Wiens vom ‘Prater’ spricht, ist häufig nur der Vergnügungspark, der ‘Wurstel Prater’, gemeint. Dieser macht flächenmäßig nur einen sehr kleinen Teil des gesamten Gebiets aus, das von Wiesen und Gewässern geprägt ist.

Schon von Weitem sichtbar war das Blumenrad. Die Höhe von fünfundvierzig Meter sorgt für eine gute Aussicht auf Wien:

Das Blumenrad im Prater von Wien
Das Blumenrad im Prater von Wien

und auf den großen Bruder, das Riesenrad:

Das Riesenrad im Prater von Wien
Das Riesenrad im Prater von Wien

dass eine lange und bewegte Geschichte hat. 1897 wurde es zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josefs I. errichtet. Unter anderem gab es eine Erteilung der gerichtlichen Abbruchgenehmigung, die nie wahrgenommen wird, und es brannte, und wurde wiederaufgebaut. Hier blicken die Besucher aus fünfundsechzig Metern Höhe über die Donaumetropole.

Das Wiesenrad im Prater

Das reichte mir zu sehen, und lief zurück zu der MS nickoVISION und meiner Kabine:

Ein Flur auf der MS nickoVISION
Ein Flur auf der MS nickoVISION

ohne die beiden Einrichtungen auf der linken und rechten Seite des Bildes zu besuchen, ich war ja im Urlaub.

Pécs

Nach den Wiederholungs-Besuchen von Passau und Wien stand endlich etwas Neues an, ein Aufenthalt in Solt, eine Stadt in Zentralungarn. Diese hat nicht viel zu bieten, es hatte sich angeboten, einen Ausflug zu buchen. Mein Plan war zum Naturpark Gemenc-Wald zu fahren, war damit aber der alleinige Interessent an Bord. Dadurch fand der Trip natürlich nicht statt. Hatte ich bereits aber geahnt, da im Vorfeld nicht gerade positiv darüber beworben wurde: ‘Wälder können sie auch in Deutschland sehen, aber die Stadt Pécs nicht…’. So blieb mir nur die Fahrt dorthin.

Nach einer 1,5-stündigen langweiligen Fahrt durch die ungarische Tiefebene Richtung der Grenze zu Kroatien erreichten wir Pécs, angeblich eine der schönsten Städte Ungarns und seinen 150.000 Einwohnern. Groß vorbereitet darauf war ich nicht, da ich ja in lieber in die Natur wollte. Gemütlich, schick sah Fünfkirchen (der deutsche Name, und 2010 zur Kulturhauptstadt Europas ernannt) auf den ersten Blick aus, wie hier der Szechenyi Platz:

Der Szechenyi Platz in Pécs
Der Szechenyi Platz in Pécs

Sie wurde 2010 zur Kulturhauptstadt Europas ernannt, wobei es mir vorkommt, dass es außer meiner Heimatstadt keine andere Stadt gibt, die noch nicht Kulturhauptstadt war. Dadurch wurde Pécs etwas bekannter, wer kennt den noch einen Städtenamen außer Budapest in Ungarn?

Einer der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten und ein Überbleibsel aus der Türkenzeit ist die Moschee Gszi Khassim. Sie wurde nach Abzug der osmanischen Herrscher zur katholischen Kirche umgewidmet, und hat deshalb kein Minarett:

Die Moschee Gszi Khassim in Pécs
Die Moschee Gszi Khassim in Pécs

Die Kathedrale St. Peter und Paul erinnerte mich an das Mittelalter, Teile der Kirche stammen aus dem vierten Jahrhundert:

Die Kathedrale St. Peter und Paul in Pécs
Die Kathedrale St. Peter und Paul in Pécs
Die Kathedrale St. Peter und Paul in Pécs
Die Kathedrale St. Peter und Paul in Pécs

Ich bummelte etwas durch die Fußgängerzone:

Die Fußgängerzone in Pécs
Die Fußgängerzone in Pécs

und das sorgte für Durst. Ich fand ein Lokal, wo ich mit Euro bezahlen konnte, genoss ungarisches Bier, und beobachtete das Treiben auf dem Platz:

Ein Bier in Pécs
Ein Bier in Pécs

Von hier konnte ich auch eine Aktion von jungen Leuten beobachten, die friedlich gegen etwas protestierten. Wahrscheinlich WFF oder sowas (Wednesday for Future, da es ein Mittwoch war)

'keine Ahnung was passierte' in Pécs
‘keine Ahnung was passierte’ in Pécs
‘Keine Ahnung was passierte’ in Pécs

Es wurde langsam dunkel:

Abendliche Stimmung in Pécs
Abendliche Stimmung in Pécs

und wir liefen zurück zum Bus, ohne den Rekord der Stadt zu sehen: Das Magasház (ungarisch: ‘Hochhaus’) ist ein vierundachtzig Meter hohes Gebäude mit fünfundzwanzig Stockwerken. Es wurde 1974 errichtet, und ist seit 1989 wegen mangelhafter Baustatik unbewohnt. Somit hat es als ‘das höchste unbenutzte Hochhaus in Mitteleuropa’ einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde.

Es ging zurück nach Mohacs zum Schiff. Die Stadt ist bekannt durch die Schlacht dort in 1526, wo die Türken Ungarn den Todesstoß versetzten. Was dort genau passierte mit den wohl mehr als 10.000 Gefallenen und wo letztlich der König auf der Flucht ertrank sind bis heute weitgehend offene Fragen. Wenn man noch heute auf Ungarisch ausdrücken möchte, dass es auch hätte schlimmer kommen können, wird das Sprichwort gebraucht: ‘Több is veszett Mohácsnál’, auf Deutsch ‘Mehr ging bei Mohács verloren’. Seitdem trösteten wir uns an Bord, wenn das Bier warm war oder schlimmeres mit diesem Spruch.

Nix in Manhattan (Belgrad und Donaudurchbruch Eisernes Tor)

Belgrad

Silvester 2018 feierte ich den Jahreswechsel in Belgrad, dass ich so schnell die Stadt wiedersehen würde dachte ich damals nicht im Traum daran. Die Wettervorhersagen waren nicht die Besten, der Himmel nach dem Aufstehen sah nicht nach ‘Sonne pur’ aus:

Die MS nickoVISION auf dem Weg nach Belgrad
Die MS nickoVISION auf dem Weg nach Belgrad

Mein Ziel war der ‘Dom des Heiligen Sava’. Mit einer überbauten Fläche von 4830 m² ist es eines der größten orthodoxen Gotteshäuser der Welt. Mit der Errichtung wurde 1935 begonnen. Der finale Entwurf orientierte sich an der Hagia Sophia in Istanbul. Nach einer schnellen Pause durch den Weltkrieg, einem Bauverbot unter der kommunistischen Regierung von Jugoslawien und das Aussetzen der Arbeiten in den Bürgerkriegsjahren wurde die äußere Gestaltung der Kirche erst 2004 vollendet. Das weiße Marmor leuchtete bei mir leider nicht so schön wegen dem Regen:

Der Dom des Heiligen Sava in Belgrad
Der Dom des Heiligen Sava in Belgrad
Der Dom des Heiligen Sava in Belgrad
Der Dom des Heiligen Sava in Belgrad

Der Innenbereich ist noch unvollendet, aber die Arbeiten in der Krypta sind seit 2015 abgeschlossen. Für die alleine ist ein Besuch es wert:

Die Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad
Die Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad

Ich war fast der einzige Besucher, und fasziniert von der Stimmung durch die Melodie im Hintergrund. Die Einrichtung wie dieser große Kronleuchter faszinierte mich:

Ein Kronleuchter in der Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad
Ein Kronleuchter in der Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad

Ich hatte mich eine gefühlte Ewigkeit dort aufgehalten, um Kunstwerke wie diese zu bestaunen:

In der Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad
In der Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad
In der Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad
In der Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad
In der Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad
In der Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad
In der Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad
In der Krypta im Dom des Heiligen Sava in Belgrad

Ich beantragte nach dem Besuch die Streichung des Attributes ‘Kunstbanause’ für mich. Danach buchte ich einen VHS-Kurs in ‘Getränke im neobyzantinischen Stil mixen’.

Besser wäre es wohl gewesen, einer in Sachen ‘Wettervorhersage’ zu belegen. Wir hatten einen Mix zwischen ‘trüb und bedeckt’:

Der Himmel von Belgrad
Der Himmel von Belgrad

und ‘leicht bedeckter blauer Himmel’:

Der Himmel von Belgrad
Der Himmel von Belgrad

Von der Burg aus sah ich mir den sehenswerten Sonnenuntergang an, was außer mir gefühlt 47 Prozent der Bevölkerung der Stadt dort mit mir teilten:

Blick von der Burg auf Belgrad und die Donau
Blick von der Burg auf Belgrad und die Donau
Sonnenuntergang in Belgrad
Sonnenuntergang in Belgrad
Sonnenuntergang in Belgrad
Sonnenuntergang in Belgrad
Sonnenuntergang in Belgrad
Sonnenuntergang in Belgrad

Danach lief ich zurück zum Schiff, vorbei an der französischen Botschaft:

Die französische Botschaft in Belgrad
Die französische Botschaft in Belgrad

Der Besuch der Stadt war wieder lohnenswert, mit dem unerwarteten Höhepunkt der Krypta.

Das Bord-Konzept für das Abendessen ist eine freie Tischwahl im Haupt-Restaurant, oder in den Spezialitäten-Restaurants ‘Manhattan’ und ‘Marios Grill’. Hier ist eine Reservierung erforderlich, die nicht immer geklappt hatte. Das passte nicht zu der Werbung ‘Für alle, die sich zum Beispiel nicht schon morgens festlegen möchten, wo und was sie abends essen’, denn gerade das ging nicht immer. Ich hatte an dem Abend eine für das ‘Manhatten’:

Das Restaurant Manhattan auf der MS nickoVISION
Das Restaurant Manhattan auf der MS nickoVISION

mit allen zwei Tagen wechselnden Themen-Abenden:

Eine Speisekarte für das Restaurant Manhattan auf der MS nickoVISION
Eine Speisekarte für das Restaurant Manhattan auf der MS nickoVISION

Die Crew war klasse dort, ich hatte oft meinen Spaß mit denen. Ansonsten zeigt das Schild ‘Restaurant & Jazzclub’ die Richtung an was geplant war, bislang ist es nur ein Restaurant. An der Bar konnte man nicht sitzen, seinen Durst zu löschen wäre auch schwer gewesen bei diesen Flaschen. Wer findet den Fehler?

Die Bar vom Restaurant Manhattan auf der MS nickoVISION
Die Bar vom Restaurant Manhattan auf der MS nickoVISION

In dieser Nacht mussten die Uhren umgestellt werden. Und das auf der Reise nicht nur einmal. Was bei einer Schiffs-Kabine gar nicht so einfach ist, immer einen neuen Platz zu finden…

Bereits in Passau im Hotel hatte ich Passagiere kennen gelernt, die die gleiche Route gebucht hatten. Aber mit der MS Bolero, auch im Einsatz von Nicko. Wir sahen uns oft, natürlich auch in einer der vielen Schleußen der Donau:

Die Bolero in einer Donau-Schleuse
Die Bolero in einer Donau-Schleuse

Eisernes Tor

Der erste Höhepunkt vom Fluss-Verlauf her stand an, die Passage ‘Eisernes Tor’. In Rumänien ‘Parcul Natural Portile de Fier’ genannt. Einst galt sie als gefährliche Schiffspassage, heute riskiert niemand hier nicht mehr sein Leben.

Die bildet heute die Grenze zwischen Serbien und Rumänien, mit wildromantischen Abschnitten:

Donaudurchbruch Eisernes Tor
Donaudurchbruch Eisernes Tor
Donaudurchbruch Eisernes Tor
Donaudurchbruch Eisernes Tor
Donaudurchbruch Eisernes Tor
Donaudurchbruch Eisernes Tor

Einer der baulichen Höhepunkte war das Kloster Manastirea Mraconia, das zwischen 1787 und 1792 völlig zerstört wurde. 1931 begann der Wiederaufbau des Gebäudes:

Das Kloster Manastirea Mraconia
Das Kloster Manastirea Mraconia

Wer ‘Manastirea Mraconia’ bei Scrabble legt, hat sofort gewonnen.

Bereits kurze Zeit später war der Kopf des Königs Decebal am Donau-Ufer zu sehen:

Das Kloster Manastirea Mraconia und der Kopf des Königs Decebal am Donau-Ufer
Das Kloster Manastirea Mraconia und der Kopf des Königs Decebal am Donau-Ufer

Die Skulptur ist vierzig Meter hoch in Fels gehauen, damit die größte dieser Art in Europas. Das Projekt wurde erst 1994 nach den Skizzen eines italienischen Bildhauers in die Wege geleitet und 2005 beendet:

Kopf des Königs Decebal am Donau-Ufer
Kopf des Königs Decebal am Donau-Ufer

auch wenn Königs Decebalus im Dakerkrieg 106 n. Chr. gegen Trajan verloren hatte.

Schnell folgte das Kraftwerk Eisernes Tor 1, das mit 2280 Megawatt das leistungsstärkste Laufkraftwerk in der Donau ist:

Das Kraftwerk Eisernes Tor 1
Das Kraftwerk Eisernes Tor 1

Es liegt an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien. Der Stern im Hintergrund ist der mittlerweile verkommene Tito-Gedenkpark, und eine unnötige Erinnerung an die Zeit des ehemaligen Diktators.

Ich war noch nie in der Donau schwimmen. Ich befürchte, dass dies selbst an heißen Sommertagen eine kalte Angelegenheit ist. Ob jemand von diesen Ausflüglern drin war hatte ich nicht mitbekommen, für mich wäre das nichts:

Strandleben an der Donau
Strandleben an der Donau

Im Pool vom Schiff hatte ich auch niemanden gesehen, ich weiß gar nicht ob ich komplett da reingepasst hätte:

Der Pool der MS nickoVISION
Der Pool der MS nickoVISION

Immer wieder klasse waren die Spiegelungen der Donau, die nach der Wolga der zweitgrößte und zweitlängste Fluss in Europa ist:

Spiegelungen auf der Donau
Spiegelungen auf der Donau
Spiegelungen auf der Donau
Spiegelungen auf der Donau
Spiegelungen auf der Donau
Spiegelungen auf der Donau
Spiegelungen auf der Donau
Spiegelungen auf der Donau

Die angenehm von außen, aber auch vom Salon auf dem Schiff beobachtet werden konnten:

Der Salon der MS nickoVISION
Der Salon der MS nickoVISION

Das Wetter passte, es gab viel zu sehen, und etwas zu trinken. Was will man mehr?

Zinni auf der MS nickoVISION
Zinni auf der MS nickoVISION

Fracht-Schiffe waren auch unterwegs, ich hätte aber mehr erwartet:

Fracht auf der Donau
Fracht auf der Donau

Auch durch die tollen Sonnenuntergänge mag ich Fluss-Kreuzfahrten, es gibt immer etwas zu sehen:

Gute Nacht Donau
Gute Nacht Donau
Gute Nacht Donau
Gute Nacht Donau
Gute Nacht Donau
Gute Nacht Donau

So schön der abendliche Bar Besuch zurück auf dem Schiff auch war:

Die Bar auf der MS nickoVISION
Die Bar auf der MS nickoVISION

aber die Musik nervte. Meiner Meinung nach passte sie nicht zu dem Anspruch der Reederei: ‘Ein Schiff für alle, die Flusskreuzfahrten bisher angestaubt fanden’. Ich fand Lieder wie die von Männern die die größten Eier haben in einer Dauerschleife peinlich. Der Bedienung war es egal. Ich befürchte das sie mangels deutschen Sprachkenntnissen wahrscheinlich nicht wusste um was es überhaupt ging. Den Hinweis, dass ich dies am Ende in der Bewertung kritisieren soll nahm ich nicht ernst.

Ich hatte keine Lust, mir so etwas noch etliche Tage lang anzuhören, und ging zum Kreuzfahrt-Direktor. Zuerst hatte er mich nicht ernst genommen (a la ‘dicke Eier sind doch schön’), aber dann gab es ein Einsehen. Die DVD wurde anscheinend entsorgt, und nicht mehr gespielt.

Auch sonst fand ich die Unterhaltung eher altbacken und angestaubt. Es gab nur die üblichen Spielchen wie Bingo, in einer Art wie ich meine jährliche Einkommenssteuer ausfülle: Zieht sich mit Langeweile. Es hat leider eher die über 80jährigen Reisenden angesprochen.

Ein Witz war bei der Ausschreibung die Zusage ‘Musikalisches Abendprogramm mit regionalen Künstlern’: Sie bestand an einem! Abend von einem! bei Nicko angestellten Musiker der MS Bolero, der Frank Sinatra Lieder gesungen hatte. Schade, ich hatte mich auf einen Folklore-Abend gefreut, anscheinend hat aber ein Sparprogramm der Reederei gesiegt. Egal, ich freute mich auf den nächsten Tag, auf meinen Erstbesuch in Bulgarien.

Tuica beim Fischer (Rousse und das Donau-Delta)

Rousse

Rousse, durch die 220.000 Einwohner die fünftgrößte Stadt Bulgariens mit dem größten Donaufreihafen, wird für seine Rosenölproduktion und seiner Jugendstilhäuser auch ‘Kleines Wien’ genannt. Was mich erwartete wusste ich selbst nicht so genau. Disneyland oder Gesetzlosigkeit? Erwarten mich Zigeunerbanden und Jugendgangs? Immerhin gehört das Land zu den Armenhäusern der EU.

Mutig auf eigener Faust lief ich in das Stadtzentrum Richtung Opernhaus:

Das Opernhaus in Rousse
Das Opernhaus in Rousse

und merkte schnell, dass mir hier kein Mensch etwas antut. Die Einheimischen waren bei bester Laune (kein Wunder bei dem schönen Wetter), und interessierten sich nicht für den Zinni. Keine bettelte oder wollte Geld wechseln, der Nervensägen Anteil war bei null.

Auch am Brunnen nahe der Regionalbibliothek ‘Lyuben Karavelov’:

Ein Brunnen nahe der Regionalbibliothek 'Lyuben Karavelov' in Rousse
Ein Brunnen nahe der Regionalbibliothek ‘Lyuben Karavelov’ in Rousse

wo reizende Damen pausenlos ansprechende Körperteile gewaschen bekommen:

Ein Brunnen nahe der Regionalbibliothek 'Lyuben Karavelov' in Rousse
Ein Brunnen nahe der Regionalbibliothek ‘Lyuben Karavelov’ in Rousse

Ich war mir mittlerweile sicher, dass ich den Palast der Justiz nicht betreten brauche:

Der Palast der Justiz in Rousse
Der Palast der Justiz in Rousse

Ein interessantes Jugendstil-Gebäude reihte sich an das andere:

Jugendstil in Rousse
Jugendstil in Rousse

Eine Herausforderung hatte ich: Wie belichte ich am besten das achtzehn Meter hohe Denkmal der Freiheit, das an die Befreiung Bulgariens von der osmanischen Herrschaft erinnert:

Das Freiheitsdenkmal von Rousse
Das Freiheitsdenkmal von Rousse

Das war aber mehr ein Luxusproblem. Der Himmel war so friedfertig wie die Stadt:

Der Himmel über Rousse
Der Himmel über Rousse

Entweder waren alle Profi-Diebe im Ausland auf Urlaub, oder es ist immer so. Stellt sich die Frage, wieso ich dachte, dass es in Bulgarien unsicherer ist als in Deutschland? Klar wird es dort auch Probleme geben, nicht zu vergessen ist die Korruption. Hier steht Bulgarien schlechter da als Deutschland, aber damit hat ein Tourist eher wenig zu tun. Mein erster Aufenthalt in Bulgarien hatte mir gefallen. Und ich freute mich auf ein weiterer Höhepunkt am nächsten Tag, die Fahrt zum Donau-Delta.

Donau-Delta

Dies war einer der Hauptgründe dieser Reise zu buchen. Dort sollten wir ein Rendezvous mit der Natur haben, die Gegend ist fast unberührt. Es gab zwei Möglichkeiten die Gegend anzuschauen: Entweder mit großen Ausflugsbooten, oder mit maximal zehn Personen auf einem Boot die Einzigartigkeit des Donaudeltas besser zu erkunden. Ich war so entschlossen wie das britische Unterhaus zur Brexit Entscheidung, und buchte spontan die exklusive Tour.

Ich machte es mir auf dem kleinen Boot gemütlich:

Zinni im Delta-Delta
Zinni im Delta-Delta

und sah gespannt dem Kapitän bei der Fahrt zu:

Unterwegs im Delta-Delta
Unterwegs im Delta-Delta

Die Crew gab sich sehr viel Mühe, uns die Natur und möglichst viele Tiere zu zeigen:

Mit kleinem Boot unterwegs im Donau-Delta
Mit kleinem Boot unterwegs im Donau-Delta

Aber auch einige Passagen hatten viel Tempo, es grenzte schon an Schleichwerbung für Papier-Taschentücher:

Eine Donau-Delta Bootsfahrt mit Tempo

Oft sahen wir leider nur Angler und ihre Boote:

Im Donau-Delta
Im Donau-Delta
Im Donau-Delta
Im Donau-Delta

und nur vereinzelt Vögel. Welche von den 325 Vogelarten dieser ist kann ich als Ornithologie-Laie nur raten, ich vermute ein Reiher:

Ein Reiher im Donau-Delta
Ein Reiher im Donau-Delta

Am guten Wetter hatte es nicht gelegen:

Im Donau-Delta
Im Donau-DeltaDelta

Das Donaudelta stellt nach dem Wolgadelta das zweitgrößte Delta Europas dar und umfasst ein Gebiet von 5800 km², Ein klein wenig enttäuscht war ich am Anfang, dass wir wohl in den verkehrten Gebieten waren, und nicht das erhoffte Paradies für Vögel und Fische fanden.

Vereinzelt ließen sich dann doch Scharen von Vögeln sehen:

Vögel im Donau-Delta
Vögel im Donau-Delta

die wir in aller Ruhe anschauen konnten:

Vögel im Donau-Delta
Vögel im Donau-Delta
Vögel im Donau-Delta
Vögel im Donau-Delta
Vögel im Donau-Delta
Vögel im Donau-Delta
Eine Donau-Delta Bootsfahrt

Nachdem das Klassen-Ziel des Tages erfüllt war, lagen wir an einer kleinen Insel an, auf der ein Fischer mit seiner Familie lebt. Rumänische Gastfreundschaft wurde großgeschrieben, der nette Mann servierte uns erst einmal einen Schnaps, ich vermute selbst gebrannter Tuica, eine traditionelle Spirituose des Landes:

Ein netter Gastgeber im Donau-Delta
Ein netter Gastgeber im Donau-Delta
Schnaps im Delta
Schnaps im Delta
Ein Zinni-Prost auf das Donau-Delta
Ein Zinni-Prost auf das Donau-Delta

Ich fand den Aufenthalt dort gelungen. Es war ein kleiner Einblick in das ländliche Leben im Donau-Delta, hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. ‘Wer ins Delta fährt, fährt ins Vergessen’, heißt es in einem alten Sprichwort der Donaufischer.

Im Donau-Delta
Im Donau-Delta

Und ich verliebte ich mich noch in diese beiden süßen Tiere:

Hundies im Donau-Delta
Hundies im Donau-Delta

Wir lernten, dass nur der Tod des Diktators Ceausescu vor dreißig Jahren das Donau-Delta vor einer Umwelt-Katastrophe gerettet wurde. Der Spinner wollte achtzig Prozent des Deltas trockenlegen, um es wirtschaftlich nutzbar zu machen. den Rest wollte er selber als Jagdrevier nutzen. Ich befürchte bei solchen Entscheidungen war auch zu viel Alkohol im Spiel.

Nach dem Gelage auf dem Land fuhren wir wieder zurück zum Kreuzfahrt-Schiff:

Unterwegs im Delta-Delta
Unterwegs im Delta-Delta

und bestaunten dabei die wunderschönen Hafen-Anlagen der Stadt Tulcea:

Der Hafen von Tulcea
Der Hafen von Tulcea

Nach einen schleppenden Start war doch Ausflug doch noch gelungen. Ich war froh auf einem der kleineren Boote gewesen zu sein. Die Krönung des tollen Tages war ein fantastischer Sonnenuntergang:

Die Sonne geht unter im Delta-Delta
Die Sonne geht unter im Delta-Delta
Die Sonne geht unter im Delta-Delta
Die Sonne geht unter im Delta-Delta

Bere mit Fahrer (Bukarest, Kompacki Rit und Novi Sad)

Bukarest

Ich war vorher noch nie in Rumänien, geschweige denn in der Hauptstadt Bukarest, unser nächsten Ziel. Ich wollte mir die lange Busfahrt mit der Masse nicht antun, und informierte mich über die Möglichkeit die Metropole des Landes mit einem Taxi zu erkunden. Erschwerend war es, dass wir in zwei verschiedenen Häfen angelegt hatten, in Oltenita wurde nur kurz gehalten für die Fahrt nach Bukarest, und in Giuriu wieder angelegt zur Aufnahme der Ausflügler.

Auch sind in der Regel die Fremdsprachen Kenntnisse von einheimischen Taxifahrer eher gering. Diese Herausforderung konnte die auch sonst immer souveräne Reiseleitung meistern, und in Giuriu wartete bei der Ankunft bereits mein bestelltes Fahrzeug.

Der Fahrer konnte recht gut Englisch sprechen, wir hatten interessante Unterhaltungen auf der Fahrt nach Bukarest. Hier ahnte ich bereits, dass meine Entscheidung das individuell durchzuführen die richtige war. Doch dann hatte er sich verfahren, und uns nach Paris gebracht:

Der Arcul de Triumf in Bukarest
Der Arcul de Triumf in Bukarest

Quatsch, er wusste immer wo er hin musste. Zum ‘Arcul de Triumf’, die rumänische Version eines Triumphbogen in Bukarest, was man auch gut am viel geringeren Verkehr gegenüber der Hauptstadt von Frankreich sieht. Nach ersten Vorläufern aus Holz wurde dieses Bauwerk zu Ehren des Triumphes im Ersten Weltkrieg errichtet. Wie in Paris strömt auch hier der Verkehr von einer Reihe großer Straßen sternförmig auf den mächtigen Bogen zu. Bukarest wird auch das Paris des Ostens genannt.

Wir fuhren weiter, ohne uns zu Verfahren, zum ‘House of Ceausescu’, wo der Diktator gut und gerne lebte. Innen drin war und wollte ich nicht. Nach außen den Kommunismus hart durchsetzen, und dann selbst wie die Made im Speck leben, die Blicke darauf hatte ich mir nicht angetan.

Viel von außen zu sehen gab es nicht:

Das 'House of Ceausescu' in Bukarest
Das ‘House of Ceausescu’ in Bukarest

Der neue Nachbar ist die Botschaft von Kuwait. Die Arbeiten dazu hatten in 2017 begonnen, und waren in 2019 noch nicht abgeschlossen:

Die Botschaft von Kuwait in Bukarest
Die Botschaft von Kuwait in Bukarest

Dieses Gebäudes:

Das Bukarester Athenäum
Das Bukarester Athenäum

sollte geplant ein Zirkus mit Manege werden. Mangels finanzieller Mittel wurde nach einem Spendenaufruf das Gebäude zur Konzerthalle umgestaltet.

Dieses Reiterstandbild ist Karls I. gewidmet. Er wurde 1881 als erster König von Rumänien gekrönt:

Das Reiterstandbild Karl I. in Bukarest
Das Reiterstandbild Karl I. in Bukarest

Die alte Statue wurde 1948 entfernt und für eine Lenin-Statue eingeschmolzen. Der Begründer der Sowjetunion musste später wieder für Karl I. weichen.

Der Parlamentspalast war früher als ‘Haus des Volkes’ bekannt, und ist eines der größten Gebäude der Welt:

Der Parlamentspalast in Bukarest
Der Parlamentspalast in Bukarest

Was ich von der Straße aus nicht sehen konnte: Es hat eine Höhe von 86 Meter über dem Boden, geht aber auch 92 Meter in den Untergrund. Es gibt vier Untergeschoss-Ebenen, darunter einen enormen Atombunker. Inspiriert zu diesem klaren Fall von Gigantomanie wurde Ceausescu in den 1970ern bei seinen Staatsbesuchen in China und Nord-Korea. Zunächst einmal musste Platz geschaffen werden. Ein ganzes Stadtviertel mit rund vierzigtausend Wohnungen wurde dafür eingeebnet…

Etwas bescheidener ist der Patriarchen-Palast, der sogar über ein Amphitheater verfügt. Für mich nicht sichtbar, da ich das Gebäude nur von außen gesehen hatte, dass 1997 das rumänische Patriarchat erworben hatte:

Der Patriarchen-Palast in Bukarest
Der Patriarchen-Palast in Bukarest

Die Kathedrale St. Konstantin und Helena ist im Kern ein Zentralbau mit Kuppel auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes. Sie war bis 2018 die Patriarchal-Kathedrale, dies wurde übernommen von der ungleich größeren ‘Kathedrale der Erlösung des Volkes’:

Die Patriarchal-Kathedrale von Bukarest
Die Patriarchal-Kathedrale von Bukarest

Die Kirche Curtea Veche ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt:

Die Kirche Curtea Veche
Die Kirche Curtea Veche

und das Rumänisch-Orthodoxes Kloster gilt als eines der bedeutendsten Architekturdenkmäler der rumänischen Hauptstadt:

Das Kloster Stavropoleos in Bukarest
Das Kloster Stavropoleos in Bukarest

Nach den vielen Kirchen, Klöster und Kathedralen hatte ich Durst wie die beiden Jungs bekommen:

Die Romulus und Remus - Statue in Bukarest
Die Romulus und Remus – Statue in Bukarest

und mein Fahrer und ich kehrten in eine urige Bierkneipe ein. Ich um ein ‘Bere’ (der rumänische Name von Bier) zu trinken. Durch meinen Fahrer lies ich dem Wirt ausrichten, dass ich, wenn ich noch einmal in der Stadt bin, diese Kneipe mein Wohnzimmer wird. Ob er dadurch begeistert oder entsetzt war hatte ich mangels Sprachkenntnissen nicht verstanden:

Zinni und seiner neuer Freund in einem Bier-Pub von Bukarest
Zinni und seiner neuer Freund in einem Bier-Pub von Bukarest

Es heißt, Bukarest sei hässlich, laut und staubig. Das mag stimmen. Gesehen hatte ich davon nichts. Auch keine Bettler, Straßenhändler oder andere Nervensägen. Mein Fahrer erwähnte, dass früher nur Gefahr von streunenden Hunden ausging. Denen wurde der Kampf angesagt, und anscheinend gewonnen. Mir hatte es gefallen, und ich kann mir vorstellen die Stadt noch einmal in Ruhe anzuschauen.

Es wurde schon dunkel, als wir wieder das Schiff erreichten. Nach einem klasse Sonnenuntergang:

Gute Nacht Rumänien
Gute Nacht Rumänien

ging ich mal wieder in das Panorama-Restaurant:

Das Panorama-Restaurant auf der MS nickoVISION
Das Panorama-Restaurant auf der MS nickoVISION

aber nicht um diesen kleinen Gast an Bord zu verspeisen:

Ein kleiner Gast auf der MS nickoVISION
Ein kleiner Gast auf der MS nickoVISION

sondern die beständig gute Küche zu genießen, die stets sehr appetitlich serviert wurde, das zu Appetit auf mehr führte:

Essen auf der MS nickoVISION
Essen auf der MS nickoVISION

Novi Sad

Die Fahrt nach Novi Sad, auf das ich mich sehr gefreut hatte, zeigte uns ein belebtes Leben am Ufer der Donau:

Unterwegs nach Novi Sad
Unterwegs nach Novi Sad
Unterwegs nach Novi Sad
Unterwegs nach Novi Sad

wie hatten durch die vielen Schleusen aber leider eine Verspätung:

Die Bolero in einer Donau-Schleuse
Die Bolero in einer Donau-Schleuse

Vor Ort stand mir viel zu wenig Zeit zur Verfügung, um mir ‘Neusatz’, der Name der Stadt auf Lateinisch anzuschauen. Die Festung Petrovaradin thront über der Stadt, und war die größte Festung Europas im 17. Jahrhundert:

Die Festung Petrovaradin in Novi Sad
Die Festung Petrovaradin in Novi Sad

Die Zeit für einem Besuch fehlte mir.

Wie so oft wird in diesen Teilen von Europa der zentrale Mittelpunkt ‘Der Platz der Freiheit’ bezeichnet, hier mit Blick auf das Rathaus:

Der Platz der Freiheit in Novi Sad
Der Platz der Freiheit in Novi Sad

Fast alle Baustile in einem Gebäude vereint hat der vornehme Bischofspalast:

Der Bischofspalast von Novi Sad
Der Bischofspalast von Novi Sad

wo die Bauarbeiten erst im Jahre 1901 abgeschlossen wurden.

Nach einem kurzen Blick auf die Spitze eines Hauses, auf der sich dieser kleiner Merkur über dem sich ein Turm erhebt:

Statue von Merkur in Novi Sad
Statue von Merkur in Novi Sad

Einige Fotografen bauten in der Stadt Stative auf, warum hatte sich mir nicht erschlossen. Ohne ein landestypisches Gerstenkaltgetränk zu genießen (Gelegenheiten dazu gab es genug, nur die Zeit fehlte) lief ich zurück zum Schiff. Ich verabschiedete mich von der Stadt mit einem letzten Blick auf die Festung:

Die Festung Petrovaradin in Novi Sad
Die Festung Petrovaradin in Novi Sad

Ich ging wie oft zu ‘Mario`s Grill’, um ein Steak, ein Hamburger oder ein paar Nudeln zu verzehren. Die Crew dort war fix und nett, und das solide Essen wurde unkompliziert und schnell serviert:

'Mario`s Grill' auf der MS nickoVISION
‘Mario`s Grill’ auf der MS nickoVISION

Oft reichte mir eine kleine Pizza:

Pizza in 'Mario`s Grill' auf der nickoVISION
Pizza in ‘Mario`s Grill’ auf der nickoVISION

Danach blieb genug Zeit, um es sich mir an der Bar gemütlich zu machen.

Kopacki Rit

Am nächsten Tag ging es in die Sümpfe. Nach der guten Erfahrung mit der exklusiv Tour im Donau-Delta wollte ich so ein Erlebnis auch bei dem Besuch vom Naturpark Kopacki Rit buchen, eines der größten und besterhaltenen Sumpfgebiete Europas. Ausgeschrieben war eine Entdeckungsreise in kleinen Booten mit acht Personen, nur leider nicht buchbar. Alle Versuche, so etwas auf eigener Faust hinzubekommen scheiterten. Leider wurde erneut ein Ausflug der im Programm stand nicht durchgeführt.

Die Tour buchte ich trotzdem, halt auf ein großes Boot. Nach einer Stunden Busfahrt erreichten wir das Gebiet zwischen Donau und Drau. Der wohl berühmteste Bewohner ist Europas größter Adler (der weiße Seeadler), und ich war gespannt ob wir einen erblicken würden.

Kleine Boote lagen genug herum. An der Verfügbarkeit kann es nicht gelegen haben, dass ich die Tour nicht buchen konnte:

Ausflugsboote in Kopacki Rit
Ausflugsboote in Kopacki Rit

Brav wie ich war, ging ich in den hinteren Bereich der Boots, damit die nicht so gut laufen können keine weiten Wege haben. Als Dank wurde man (nicht nur ich) von genau denen angemeckert, wenn man etwas herumlief (was durchaus erlaubt war). ‘Es gibt hier nur Sitzplätze’. Ich bin immer wieder erstaunt, wie einige Egoisten ihre eigenen Regeln erstellen und durchsetzen wollen.

Viel zu sehen gab es am Anfang nicht, nur ab und zu ließ sich ein Piepmatz sehen:

Die Sümpfe im Kopacki Rit
Die Sümpfe im Kopacki Rit
Die Sümpfe im Kopacki Rit
Die Sümpfe im Kopacki Rit

Ein erhöhter Puls durch zu viel Aufregung war nicht zu befürchten:

Sumpf im Kopacki Rit

obwohl sich einige Pflanzen schön auf dem Gewässer spiegelten:

Spiegelungen im Kopacki Rit
Spiegelungen im Kopacki Rit
Spiegelungen im Kopacki Rit
Spiegelungen im Kopacki Rit

Einige verschiedene Vögel sahen wir. Als Laie der Artenerkennung nenne ich alles ‘Vögel’:

Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit
Vögel im Kopacki Rit

Es folgte noch ein Besuch von dem ‘Rural Haus’, wo wir mehr über das Gebiet, seine Tradition und Kultur erfahren sollten. ‘Interessant und humorvoll’ wie im Programm beschrieben fand ich die Präsentation nicht, und hielt mich lieber an die Verkostung lokaler Produkte:

Zinni im 'Rural Haus'
Zinni im ‘Rural Haus’

Ein Flop war die Fahrt nicht, aber auch keine Sensation. Ich denke mit einem kleinen Boot wäre es ein tolles Erlebnis geworden, so eher eine Massenabfertigung. Schade.

Vörösbor auf dem Markt (Budapest)

In Budapest war ich bereits zu den tiefsten Zeiten des Kommunismus. Als ‘Wessi’ hatte man dort alles für wenig Geld bekommen. Auch nach der Wende war ich noch einmal dort, und es hatte sich natürlich viel verändert. Zu meiner Schande war ich noch nie in der Markthalle, dafür wurde ich von fast allen Passagieren an Bord bemitleidet.

Um dieses unverzeihliche Manko zu beheben, ging natürlich der erste Gang dorthin. Entlang von etlichen weiteren Fluss-Kreuzfahrt-Schiffen die dort angelegt hatten, wie oft nebeneinander:

Kreuzfahrt-Schiffe in Budapest
Kreuzfahrt-Schiffe in Budapest

Eine große Überraschung erlebte ich in den Hallen nicht, es sah dort aus wie weltweit in ähnlichen Instituten:

In der Markthalle in Budapest
In der Markthalle in Budapest

Es gab natürlich jede Menge ‘Kolbász’ im Angebot (der ungarische Name für Wurst):

Kolbász in der Markthalle in Budapest
Kolbász in der Markthalle in Budapest

aber wer jetzt denkt ich kenne die Sprache irrt sich. Nur bei dieser kann ich mich nach einem Aufenthalt an kein lokales Wort erinnern. Als Beispiel: Danke heißt ‘köszönet’, das ist sehr leicht zu lernen, so in etwas wie Finnisch.

Hier wurde es scharf:

Paprika in den Markthallen in der Markthalle in Budapest
Paprika in den Markthallen in der Markthalle in Budapest

und hier trocken:

Vörösbor in der Markthalle in Budapest
Vörösbor in der Markthalle in Budapest

wobei mir egal ist ob Weiß- oder Rotwein, ich bin farbenblind. Etwas übertrieben, aber leider viel Wahrheit dabei.

Dieses Lokal hat alles was man braucht, Prost und Mahlzeit:

Bier und Gulasch in Budapest
Bier und Gulasch in Budapest

Noch einmal würde ich nicht in die Hallen gehen. Dafür immer wieder die interessanten Gebäude der Stadt bestaunen, wie hier der Burgpalast:

Der Burgpalast in Budapest
Der Burgpalast in Budapest
Der Burgpalast in Budapest
Der Burgpalast in Budapest

und das 268 Meter lange und Stadtbild dominierende Parlamentsgebäude:

Das Parlamentsgebäude in Budapest
Das Parlamentsgebäude in Budapest

dass sehr überraschend für mich der Sitz des ungarischen Parlaments ist.

Auf der Südseite des Parlaments befindet sich das Denkmal des ungarischer Magnat von Graf Gyula Andrassy:

Denkmal des Grafen Gyula Andrassy in Budapest
Denkmal des Grafen Gyula Andrassy in Budapest

Auf jeder Seite der Kettenbrücke bewachen zwei Steinlöwen den Eingang, die alle keine Zunge besitzen. Und zum Zahnarzt sollten die auch mal wieder gehen:

Steinlöwe auf der Kettenbrücke in Budapest
Steinlöwe auf der Kettenbrücke in Budapest

Angeblich beging der Bildhauer Selbstmord, als er realisiert hatte, dass er die Zungen vergessen hatte.

Ob dieser schwarzer Löwe eine Zunge besitzt hatte ich leider nicht nachgeschaut, ich habe eine Leophobie, und wie 99 Prozent aller Deutschen eine panische Angst vor Löwen:

Ein schwarzer Löwe in Budapest
Ein schwarzer Löwe in Budapest

Natürlich besuchte ich auch die Fischer-Bastei:

Die Fischer-Bastei in Budapest
Die Fischer-Bastei in Budapest

die von 1895 bis 1902 errichtetet wurde, und der Name von einer Fischergilde kommt, für die das Monument errichtet wurde.

Vor der Bastei steht die Statue Stephan I. ist keinem ungekrönten Fußballspieler in Deutschlang gewidmet (sonst würde sie sich ja Stephan E. nennen), sondern einem Heiligen und magyarischen Fürst, und der erste König des von ihm begründeten Königreiches Ungarn:

Statue von Stephan I. in Budapest
Statue von Stephan I. in Budapest

wogegen dieser Brunnen mich durch seine weiblichen Reize erfreuen konnte:

Brunnen in Budapest
Brunnen in Budapest

Das Kossuth Denkmal wird heftig kritisiert: Der Hauptdarsteller Kossuth spielte als Finanzminister nur eine bescheidene Rolle im Kabinett, und alle Gestalten blicken niedergeschlagen zu Boden. Vielleicht dachten alle Beteiligten dabei an die Qualität der Fußball Nationalmannschaft des Landes mit seinen wenigen Erfolgen:

Das Kossuth Denkmal in Budapest
Das Kossuth Denkmal in Budapest

Sein Leben lang: Dieser Riese wurde immer auf seine Größe angesprochen:

Riesen-Statue in Budapest
Riesen-Statue in Budapest

Ich hätte gerne noch länger bleiben können, musste aber bei dieser tollen Abenddämmerung mit Blick auf die Freiheitsstatue ‘Vörösbor los durch die Nacht’ zurück zum Schiff:

Die Freiheitsstatue in Budapest
Die Freiheitsstatue in Budapest

Mit einem wunderschönen Blick auf den Burgpalast:

Der Burgpalast in Budapest
Der Burgpalast in Budapest
Der Burgpalast in Budapest
Der Burgpalast in Budapest

und auf das Parlament:

Das Parlamentsgebäude in Budapest
Das Parlamentsgebäude in Budapest

verließen wir die Hauptstadt von Ungarn:

Grüner Veltliner unter Einheimischen (Bratislava und Weissenkirchen)

Bratislava

Mein letztes unbekanntes Ziel auf dieser Reise stand an: Bratislava, die Hauptstadt der Slowakei. Der Blick auf die Burg prägt das Stadtbild, die hoch über der Stadt thront und als Wahrzeichen der Stadt gilt:

Die Burg Bratislava
Die Burg Bratislava

die auch ‘Bratislavaer Burg’, ‘Burg Pressburg’, ‘Pressburger Burg’ oder einfach ‘Pressburg’ genannt wird. Mein erster Gang ging dorthin. Ein Luis Trenker muss man nicht sein, sie liegt nur fünfundachtzig Meter über dem Ufer der Donau:

Die Burg Bratislava
Die Burg Bratislava

Im Schloss angekommen, wurde ich von Svatopluk I. auf Pferd begrüßt, der von 870 bis 894 der Fürst von Mähren war:

Die Reiterstatue von Svatopluk I. in Bratislava
Die Reiterstatue von Svatopluk I. in Bratislava

Im Hof war nicht viel los und wenig zu sehen:

Der Innenhof der Burg Bratislava
Der Innenhof der Burg Bratislava

Ich wollte schon wieder gehen, erlebte aber vorher noch ein ungeplantes kleines Abenteuer. Es ging eine Tür in einen Keller, wo ich eine Toilette vermutete. Es wurde immer düsterer, ich war alleine dort, und wusste nicht wo es hinging. Spannend war es, und ich sah keine Gefahren für weiter zu laufen. Es ging immer tiefer, und am Ende des Ganges sah ich einen Brunnen, der bis zur Höhe der Donau geht:

Ein Brunnen in der Burg Bratislava
Ein Brunnen in der Burg Bratislava

Die düsteren und mystische Stimmung war cool. Dazu passte, dass ich alleine war.

Zurück in der Stadt sah ich diesen reizenden Bengel:

Ganymedes-Brunnen Bratislava
Ganymedes-Brunnen Bratislava

Er hatte eine große Zukunft vor sich: Der junge Ganymedes wurde auf Befehl der Gottheit Dia von einem Adler auf den Olymp getragen, damit er dort den Göttern dienen solle. Der Brunnen liegt vor dem slowakisches Nationaltheater, das älteste Theater der Slowakei. Es wurde im Jahre 1920, nach der Unabhängigkeit der damaligen Tschechoslowakei, gegründet:

Slowakisches Nationaltheater in Bratislava
Slowakisches Nationaltheater in Bratislava

Die Altstadt hat hübschen Gassen, und nimmt im Verhältnis zum gesamten Stadtgebiet nur einen kleinen Teil ein. Viel los war dort nicht, vermutlich war es zu früh. ‘Belebt’ sieht anders aus:

Totentanz in der Altstadt von Bratislava
Totentanz in der Altstadt von Bratislava

Hier liegt auch das alte Rathaus am Hauptplatz. Es wurde aus drei Häusern gebildet und gilt heute als eines der ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt:

Das alte Rathaus in Bratislava
Das alte Rathaus in Bratislava

Die Sankt-Elisabeth-Kirche ist eine römisch-katholische Kirche. Sie glänzt aufgrund der Farbgebung der Fassade:

Die Sankt-Elisabeth-Kirche in Bratislava
Die Sankt-Elisabeth-Kirche in Bratislava

Die Jauch 100.000 Euro Frage: Durch ein blaues Majolika-Mosaik wird die Kirche auch als:

  • ‘Gelbe Himbeere’
  • ‘Blaue Kirche’
  • ‘Grüne Banane’
  • ‘Weißer Apfel’

bezeichnet?

Dagegen farblos wirkt der Renaissancebau der Kirche St Stephan:

Die Kirche St Stephan in Bratislava
Die Kirche St Stephan in Bratislava

Auffallend waren die viele unterschiedlichen und kreativen Wandbemalungen:

Wandbemalungen in Bratislava
Wandbemalungen in Bratislava

Ich verließ die Innenstadt und die Gegend rund um die Burg:

In der Innenstadt von Bratislava
In der Innenstadt von Bratislava

und widmete mich einem der traurigstes Kapitel der Geschichte der Stadt, das Kriegsdenkmal Slavín. Auf einem Hügel oberhalb der Burg liegend erinnert es an die Befreiung durch die Rote Armee im April 1945:

Das Kriegsdenkmal Slavín in Bratislava
Das Kriegsdenkmal Slavín in Bratislava

Die öffentliche Meinung gegenüber diesem Kulturerbe ist nicht einig. Es ist ein Dank des slowakischen Volkes an die Sowjetarmee für die Befreiung, andererseits wird es im Hinblick auf die 40 Jahre sozialistischer Totalität, die danach folgte mit Mischgefühlen betrachtet:

Das Kriegsdenkmal Slavín in Bratislava
Das Kriegsdenkmal Slavín in Bratislava

Vielleicht war das der Grund, dass fast niemand außer mir dort sich aufgehalten hatte:

Das Kriegsdenkmal Slavín in Bratislava
Das Kriegsdenkmal Slavín in Bratislava

Auf dem Spaziergang zurück zum Schiff hatte ich einen Blick auf ein größeres Stadtgebiet:

Blick auf Bratislava
Blick auf Bratislava

sah das Menschen nicht die einzigen Lebewesen der Metropole sind:

Der Himmel über Bratislava
Der Himmel über Bratislava
Der Himmel über Bratislava
Der Himmel über Bratislava

lief an dieser Donau-Brücke vorbei:

Eine Donau-Brücke in Bratislava
Eine Donau-Brücke in Bratislava

bevor wir Bratislava verließen. Mein Erstbesuch dort hatte sich gelohnt, ich hatte viele spannende Augenblicke dort:

Bye Bye Bratislava
Bye Bye Bratislava

Weissenkirchen

Beschaulicher wurde es am nächsten Tag in Weissenkirchen. Der Ort in der Wachau mit seinen 1400 Einwohnern ist überschaubar, wie auch die Anzahl der Sehenswürdigkeiten. Fast alle Passagiere fuhren zum nagegelegenen Dürnstein, dazu hatte ich keine Lust. Ich verließ die MS nickoVISION:

Die MS nickoVISION in Weissenkirchen
Die MS nickoVISION in Weissenkirchen

und wurde dort standesgemäß empfangen:

Trauben-Gruß aus Weissenkirchen
Trauben-Gruß aus Weissenkirchen

Ich lief etwas durch die Gegend:

Weinberge in Weissenkirchen
Weinberge in Weissenkirchen

kenne Weinberge aber auch aus meiner Heimatstadt zu Genüge:

Weinberge in Weissenkirchen
Weinberge in Weissenkirchen

Nach einem Anstandsblick auf die Pfarrkirche:

Die Pfarrkirche in Weissenkirchen
Die Pfarrkirche in Weissenkirchen

kehrte ich unter Einheimischen im Gasthaus Weiße Rose ein:

Im Gasthaus Weiße Rose in Weißenkirchen
Im Gasthaus Weiße Rose in Weißenkirchen

Die Saison war vorbei. ich war der einzige Auswärtige, und wurde nett aufgenommen. Ungefragt erklärte mir der Stammtisch das Kartenspiel was gespielt wurde. Der Wein schmeckte mir, und ich fand es schade, dass ich zurück zum Schiff musste:

Zinni im Gasthaus Weiße Rose in Weißenkirchen
Zinni im Gasthaus Weiße Rose in Weißenkirchen

Es war super dort. So langsam ging die Reise zu Ende. Mit einem wehmütigen Blick auf die Wachau:

Bye Bye Wachau
Bye Bye Wachau

einer schönen Wasser-Spiegelung:

Eine Wasser-Spiegelung auf der Donau
Eine Wasser-Spiegelung auf der Donau

und dem letzten Sonnenuntergang:

Gute Nacht Donau
Gute Nacht Donau

Am Morgen der Ausschiffung gab es das übliche Gedränge, dem ich aus dem Weg ging. Bei den Gästen der MS nickoVISION fand ich keinen großen Unterschied zu anderen auf deutschen Kreuzfahrtschiffen: Wenn es einen Sekt umsonst gibt, das Büffet eröffnet wird oder auf dem Weg zum besten Platz im Bus können sie rennen und drängeln, ansonsten sind sie eher im Schneckentempo unterwegs. Und bestaunen jede Tomate beim Büffet wie Zonen-Gaby ihre erste Banane.

Manchmal fragte ich mich, ob ich mittlerweile zu alt für so etwas bin, und mir das noch einmal antun muss. Oder mir ein Hobby suchen sollte das mir Spaß macht. Es gibt aber schlimmeres, etwa wie ‘die Unsympathin’ an Bord. Eine Frau ohne Benehmen, die sich wahrsinnig etwas auf ihren Beruf beim ZDF einbildete, ich vermute Cleaning. Ich schaute ob heimlich eine neue Folge von der versteckten Kamera gedreht wurde… Zur Ehrenrettung gab es auch viele nette Leute, mit denen ich mich gerne unterhalten hatte. Vielen Dank an unsere Clique für die schönen Stunden!

Ich lief wieder entlang der Bundesstraße zum Bahnhof, und hatte dabei noch einmal super Blicke auf die Stadt und die Donau:

Bye Bye Passau
Bye Bye Passau

Als Pessimist hatte ich natürlich mit einer Verspätung der Ankunft gerechnet, und die Zugfahrt viel zu spät gebucht. Am Bahnhof (die Passauer-Bundesbahn-Gepäckaufbewahrung-Schließfächer oder wie immer die sich nennen waren defekt und außer Dienst) und auf der langen Zugfahrt hatte ich lange genug Zeit nachzudenken, was in Tagen wie diesen passiert war.

Von der touristischen Seite her ein klares Plus, ich hatte viele neue Destinationen erlebt, und das Wetter passte. Eine neue Reise-Vision hatte ich nicht gefunden, vieles war ähnlich wie auf gewohnten Kreuzfahrten. Das Schiff ist vom Produkt klasse, und würde ich immer wieder buchen. Ich befürchte in der nächste Zeit aber nicht, da es fast nur auf der Donau eingesetzt wird. Da ich dort fast alles gesehen habe kommen aber erst einmal andere Ziele dran.

An alle die zu lange auf diesen Bericht gewartet hatten: Sorry. Es gibt ein Leben jenseits des Urlaubs. Auch wenn es Schade ist. Do more of what makes you happy.

Galerien über die Ziele:

Galerie Kroatien

Galerie nickoVISION

Galerie Österreich

Galerie Passau

Galerie Rumänien

Galerie Serbien

Galerie Slowakei

Galerie Ungarn

Galerie Wien

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