Luxuriös: Mit der MS Silver Whisper durch das Bermudadreieck

Mit Silversea von New York nach Barbados im November

Im Vorfeld

Bei meinen vielen Reiseplanungen hatte ich immer wieder mal die Bermuda Inseln mitten im Atlantik im Visier, das nördlichste Korallenriff der Welt. Realisiert wurde es bislang nie. Mal waren mir die Hotels zu teuer und mal die Anreise zu umständlich für die paar Tage die ich dort bleiben wollte. Angst dass ich dort verschollen werde hatte ich aber nie.

Nachdem ich eine Kreuzfahrt von der Reederei Silversea ab New York mit der MS Silver Whisper durch das Bermudadreieck nach Barbados entdeckte fand ich sofort Interesse an der Reise. Eine Abfahrt mit einem Schiff aus New York sollte toll sein. Dazu noch paar karibische Inseln und nach der Kreuzfahrt noch etwas Baden auf Barbados. Das hörte sich gut an und wurde gebucht.

New York wollte ich mir nicht schon wieder ausgiebig anschauen. Ich reservierte einen Flug Frankfurt-Philadelphia mit der Lufthansa und zwei Nächte Aufenthalt. Dann geht es mit der Bahn nach New York und nach einer Nacht in “Big Apple” auf das Schiff. Nach der Kreuzfahrt organisierte ich vier Nächte auf Barbados und Flüge mit JetBlue und Lufthansa über New York wieder zurück in die Heimat.

Durch eine Streikandrohung der Lufthansa flug ich kurzfristig einen Tag vorher nach Philadelphia was vielleicht zu viel war für die Stadt. War mir aber lieber als vielleicht gar nicht wegzukommen. Am Ende wurde nicht gestreikt an meinen geplanten Flugterminen, egal.

Streets of Philadelphia

Los ging es mit Lufthansa Ende Oktober auf einem sehr kurzweiligen Flug mit angenehmen Service und schönen Blick auf die Stadt Philadelphia:

Blick auf Philadelphia
Blick auf Philadelphia

Langweilig war dagegen die Passkontrolle. Nach einem von den Airport Managern (hoffentlich) sehr ausgeklügelten System wurden immer wieder Transit Passagiere vorgelassen so dass die lokalen Fluggäste die gelackmeierten waren und lange warten mussten. Auch der Officer war eher einer der lieber niemanden in sein Land lassen wollte und seinen Job und Kunden anscheinend hasste so schlecht gelaunt er war. Nach solchen Momenten möchte ich nie wieder in die USA und fahre trotzdem wieder hin.

Der Rest der Anreise ging schnell herum und das Taxi war fix im Hotel “Club Quarters” mitten im Zentrum. Es war ein sehr angenehmes Haus mit ruhigen Zimmern und einem bequemen Bett. Einem Tipp folgend lief ich zum Mc Gillins Old Ale House da ich Hunger und Durst hatte.

Der Hinweis war gut, es war eine super Kneipe mit toller Stimmung und gutem Essen und Trinken und wurde dort mein Stammlokal. Durch die Zeitverschiebung war ich schnell müde und schlief die Nacht durch, mit Jetlag hatte ich bei dieser Reise nicht zu kämpfen.

Meine Stammkneipe in Philadelphia
Meine Stammkneipe in Philadelphia

Am nächsten Morgen lief ich zur berühmten Glocke. Da ich überall gelesen hatte dass es immer lange Schlangen zum Betreten des Gebäudes gibt wollte ich sie mir vom nahen nicht anschauen. Als ich fünf Minuten vor der Öffnung nur zwei Mädels warten sah stellte ich mich mit an und kurz danach konnten wir nach einer schnellen Sicherheitskontrolle die “Liberty Bell” ungestört anschauen. Kurze Zeit später waren in der Tat lange Wartezeiten und das über den ganzen Tag lang, Glück gehabt.

Die Freiheitsglocke in Philadelphia
Die Freiheitsglocke in Philadelphia
Die Freiheitsglocke in Philadelphia
Die Freiheitsglocke in Philadelphia
Die Freiheitsglocke in Philadelphia
Die Freiheitsglocke in Philadelphia

Für den Besuch der gegenüberliegenden Independence Hall hatte ich für einen Tag später ein Ticket reserviert. Nach meiner Anfrage konnte ich fast sofort rein und hatte keine Wartezeit bei der Security, auch hier sah es später anders aus. Den Besuch selbst hätte ich mir sparen können. Man sieht zwei geschichtsträchtige Räume und bekommt in jedem fünfzehn Minuten erzählt was hier passiert war. So richtig spannend fand ich es nicht auch wegen der für mich zu vielen Besuchern:

Die Independence Hall in Philadelphia
Die Independence Hall in Philadelphia
Die Independence Hall in Philadelphia
Die Independence Hall in Philadelphia
Die Independence Hall in Philadelphia
Die Independence Hall in Philadelphia

Den Love Park erlebte ich während eines Konzertes mit einer Superstimmung was bestimmt nicht alle Tage ist:

Der LOVE Park in Philadelphia
Der LOVE Park in Philadelphia
Der LOVE Park in Philadelphia
Der LOVE Park in Philadelphia

Der Besuch im früheren Gefängnis “Eastern State Penitentiary” fand ich sehr interessant, es wurde gut herübergebracht wie damals die Gefangenen gehaust hatten. Eine Ausnahme war Al Capone, der hatte ein wohl ein Upgrade bekommen.

Das Eastern State Penitentiary in Philadelphia
Das Eastern State Penitentiary in Philadelphia
Das Eastern State Penitentiary in Philadelphia
Das Eastern State Penitentiary in Philadelphia
Das Eastern State Penitentiary in Philadelphia (die Zelle von Al Capone)
Das Eastern State Penitentiary in Philadelphia (die Zelle von Al Capone)

Das “Museum of Art” ist eine tolle Architektur, kein Wunder dass sie für einen Rocky Film als Kulisse gedient hatte und heute T-Shirt Verkäufern mit Film-Motiven als Erwerbsquelle dient.

Rocky in Philadelphia
Rocky in Philadelphia
Philadelphia Museum of Art
Philadelphia Museum of Art

Am Empfang arbeitete wahrscheinlich der Bruder meines Einreisebeamten vom Airport mit der gleichen schlechten Laune. Ich drehte mich um und ging wieder (was am Flughafen leider nicht so einfach möglich gewesen wäre). Die 25 Dollar Eintritt wollte ich so einem kundenunfreundlichen Unternehmen nicht gönnen. Auch bei der lokalen Eisenbahngesellschaft Amtrak hatte ich Kontakt mit einer Mitarbeiterin des gleichen Kalibers, warum man einen Dienstleistungsjob macht wenn man seine Kundschaft tiefgründig verachtet erschließt sich mir nicht.

Kurzbesuche gab es noch beim örtlichen Ruderverein:

Der Ruderverein von Philadelphia
Der Ruderverein von Philadelphia

der Elfreth’s Alley (die älteste erhaltene Wohnstraße von Philadelphia):

Elfreth's Alley, die älteste erhaltene Wohnstraße von Philadelphia
Elfreth’s Alley, die älteste erhaltene Wohnstraße von Philadelphia

und dem Dilworth Park wo es ein von der US Airways gesponsertes Oktoberfest gab:

Der Dilworth Park in Philadelphia
Der Dilworth Park in Philadelphia

Die Stadt hatte mir gut gefallen und im Nachhinein waren die drei Nächte doch nicht zu viel. Ich hatte alles abgelaufen ohne einen Bus oder Taxi zu nehmen und dabei meinen bisherigen “Schritte an einem Tag” Rekord gebrochen, immerhin 30472 (23 Kilometer) was gut für meine Linie war.

Moderne Kunst in Philadelphia
Moderne Kunst in Philadelphia

Auch zum Bahnhof lief ich vom Hotel aus um den gebuchten Zug nach New York zu nehmen. Ungewöhnlich für mich war das man den Bahnsteig erst kurz vor der Abfahrt betreten darf warum auch immer. Die neunzig Minuten Fahrtzeit durch recht langweilige Wohngebiete und Industrieanlagen waren kein Problem, und beim Anblick der ersten Hochhäuser von New York erhöhte sich die Vorfreude auf die Kreuzfahrt.

Im Zug von Philadelphia nach New York
Im Zug von Philadelphia nach New York

New York, New York

Nach der Ankunft in der Penn-Station in New York hatte ich eine Art Kulturschock, nach der relativ überschaubaren und beschaulichen Innenstadt von Philadelphia erwarteten mich Massen von Menschen auf den Straßen. Die Entfernung vom Bahnhof zum Hotel war relativ wenig und ich beschloss zu laufen was im Nachhinein ein Fehler war. Der Gang mit dem Gepäck war grausam und zog sich mit vielen roten Ampeln und tausenden von hektischen Passanten.

Nachdem ich froh war im InterContinental angekommen zu sein gab man mir kein Zimmer. Das von mir extra wegen des Straßenlärms und der Aussicht in den oberen Etagen gebuchte Zimmer wäre noch nicht frei. Ich hatte die Wahl zwischen einem Raum im dritten Stock oder Upgrade gegen Entgelt. Da ich beides nicht wollte spazierte ich in der Umgebung herum (ich wohnte fast in der Nähe des Times Square und sah mehr lebende Disneyfiguren dort wie im gleichnamigen Land) was mir für den Rest des Tages reichte.

Downtown
Downtown
Der Times Square in New York City
Der Times Square in New York City
Der Times Square in New York City
Der Times Square in New York City
Die Radio City Music Hall in New York
Die Radio City Music Hall in New York

Bei der Rückkehr bekam dann das Gleiche zu hören (eine Methode ungünstige Zimmer loszuwerden und/oder Zusatzumsatz zu generieren?). Nun wurde ich etwas sauer, das merkte die Agentin und gab mir schnell ein Zimmer mit zwei großen Betten und fragte ob das recht wäre? Natürlich war es das, und beim Eintreten war ich froh gewartet zu haben. Vom Verkehr war nichts zu hören und die Aussicht war klasse.

Blick von meinem Interconti Hotel in New York
Blick von meinem Interconti Hotel in New York

Auf große Unternehmungen hatte ich keine Lust mehr. So gab es nur ein Mini-Shopping (Klamotten für das Schiff) und Hamburger, Bier und passiven Sport in der New York Beer Company und der Beer Authority. Dies sind zwei nette Lokale etwas abseits der Umgebung und mehr Neighborhood Pubs als ein Treff der Touristen.

Nach einem späten Frühstück war ich froh direkt auf das Schiff gehen zu können. Der Weg führte über das Viertel Hell’s Kitchen das für seine Brutalität bekannt war, heute erscheint es harmlos. Erst war ich erschrocken über lange Schlangen an der Sicherheitskontrolle, aber das waren die Reisenden eines Megaliners der neben uns lag.

Nach dem Beantworten von einigen Fragen ob ich Kontakt mit einem Einwohner der Ebola betroffenen Länder hatte ging es ohne Wartezeit direkt auf das Schiff wo ich freundlich mit einem Gläschen Champagner empfangen wurde. Die Silversea Reise konnte beginnen!

Die Silver Whisper in New York
Die Silver Whisper in New York

Bevor ich das Schiff erkundigte durfte ich natürlich nicht die Abfahrt aus Manhattan verpassen, einer der Höhepunkte der Reise. Schnell war mir klar dass es auf diesem Schiff nicht das übliche Gedränge um die besten Plätze zum Fotografieren gibt. Wir 250 Passagiere hatten genug Platz um das interessante Auslaufen zu beobachten. Das Wetter und das Licht spielte mit (traumhaft: die Freiheitsstatue mit Sonnenuntergang) und die Reise hatte überzeugend begonnen.

Bye Bye New York
Bye Bye New York
Bye Bye New York
Bye Bye New York
Blick auf Manhattan
Blick auf Manhattan
Blick auf Manhattan
Blick auf Manhattan
Blick auf Manhattan
Blick auf Manhattan
Die Freiheitsstatue von New York beim Sonnenuntergang
Die Freiheitsstatue von New York beim Sonnenuntergang
Mein letzter Blick auf Manhattan
Mein letzter Blick auf Manhattan

Bermudas: Mitten im berühmt-berüchtigten Dreieck

Nun ging es auf den Weg zu den Bermudas Inseln was ca. eineinhalb Tage dauern sollte. In dieser Zeit stellte sich mein Butler vor und fragte nach verschiedenen Vorlieben. Die gewünschte Minibarfüllung war einfach beantwortet, aber bei dem großen Tablett mit den verschiedensten Kosmetika Artikeln kannte ich keines und deutete auf irgendwas. Peinlich, alle alkoholischen Getränke kannte ich aber nicht eines zum Pflegen…

Die Kabine war sehr großzügig mit großem Sichtfenster und privaten Balkon, mit Abstand die Beste während meiner Kreuzfahrten. Es war sehr leise und ich konnte traumhaft schlafen, ich stellte fest das Luxus keine Schande ist (später wurden die zwei Betten zu einem Großen zusammen geschoben):

Meine Kabine auf der MS Silver Whisper
Meine Kabine auf der MS Silver Whisper

Trotzdem war ich froh nach den vielen Seestunden auf den Bermudas angekommen zu sein. Viele schöne Minuten kreuzten wir an der Küste vorbei und hatten dadurch bereits einen guten Eindruck von den Inseln bekommen bevor wir in Hamilton anlegten.

Mein erster Blick auf Bermuda
Mein erster Blick auf Bermuda
Blick auf die Bermuda Inseln
Blick auf die Bermuda Inseln
Blick auf die Bermuda Inseln
Blick auf die Bermuda Inseln
Blick auf die Bermuda Inseln
Blick auf die Bermuda Inseln
Blick auf die Bermuda Inseln
Blick auf die Bermuda Inseln
Ankunft in Hamilton
Ankunft in Hamilton

Einen Ausflug buchte ich nicht, die öffentlichen Verkehrsmitteln Busse und Fähren sollen beispielhaft sein. Das Wetter war famos, nicht zu kalt und nicht zu warm und der Himmel im schönsten Blau. Zuerst schaute ich mir die Hauptstadt an in der nur tausend Einwohner leben. Da aber 40 % der Bevölkerung dort ihren Arbeitsplatz haben pendeln täglich 13.000 Personen in die Stadt und machen sie dann doch zu einer richtigen Hauptstadt.

Die Silversea lag direkt an der Front Street, die Seele der Stadt und das Zentrum der Aktivitäten. Restaurants, Shops, Banken und viel mehr wechseln sich ab und machen sie zum belebensten Platz der Insel. Um die Ecke waren zwei interessante Kathedralen, das House of Assembly (das “Lower House” vom Parlament) sowie ein leicht zu Fuß erreichbares Fort:

Blick auf die Front Street in Bermudas
Blick auf die Front Street in Bermudas
House of Assembly, Hamilton, Bermuda
House of Assembly, Hamilton, Bermuda
Anglican Cathedral, Hamilton, Bermuda
Anglican Cathedral, Hamilton, Bermuda

Am nächsten Tag kaufte ich mir ein Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel und bestieg mutig einen Bus um schüchtern den Fahrer zu bitten mir Bescheid zu geben wann wir die Crystal Caves erreichen. Das war kein Problem wie auch bei den anderen Fahrten, das Personal ist klasse und half so gut wie es kann. Es gibt feste Fahrpläne die bei mir pünktlich eingehalten wurden. Man muss nur richtig stehen, Haltestellen mit blauen Posten gehen von Hamilton weg, die mit den pinken fahren dort hin.

Die Höhlen wurden mir empfohlen und waren die Anreise wert. Ich war der einzige Besucher bei der geführten Tour (sonst bis zu 45 Personen) bei der man erst einmal 60 Meter über eine steile Treppe in die Tiefe muss. Dort erwartete mich Stalaktiten, Stalagmiten und kristallklare tiefe Seen mit tollen Spiegelungen, gut das zwei Kinder 1905 die Höhlen entdeckt hatten. Das Boot dort ist allerdings nur Show und auch das oft gezeigte Bild mit den zwei Schnorchler sollte man nicht ernst nehmen, dies ist dort verboten.

Zinni in der Crystal Cave, Bermuda
Zinni in der Crystal Cave, Bermuda
Crystal Cave, Bermuda
Crystal Cave, Bermuda
Crystal Cave, Bermuda
Crystal Cave, Bermuda
Crystal Cave, Bermuda
Crystal Cave, Bermuda

Buserfahren wie ich bereits war ging es kinderleicht nach Saint George’s, die erste Hauptstadt der Insel mit viel Charme. In den historischen renovierten Gassen der Altstadt war wenig los, erstaunlich trotz Beginn der Saison und zwei Kreuzfahrtschiffen vor Ort:

Saint George's, Bermuda
Saint George’s, Bermuda
Saint George's, Bermuda
Saint George’s, Bermuda

Auf dem Weg zu meinem nächsten Ziel zu Fuß, das Fort Catherine das vom Schiff aus schön zu sehen war, kam ich an der “Unfinished Church” vorbei. Diese wurde in der Tat nie vollendet, viel Streit und ein Hurrikan waren schuld daran.

Unfinished Church, Saint George's, Bermuda
Unfinished Church, Saint George’s, Bermuda

Von der ältesten Festungsanlage der Insel “Fort Catherine” (erbaut 1622) konnten alle Zugangswege durch die schützenden Riffe überwacht werden. Ich zahlte Eintritt um die himmlischen Ausblicke zu genießen. Zurück wollte ich einen anderen Weg nehmen was nicht ganz gelungen war, ich kam immer an denselben Gebäuden vorbei. So lief ich wieder über den gleichen schweißtreibenden Hügel zurück und war froh dass es schnell eine luftige Fähre nach Royal Naval Dockyard gab.

Fort St. Catherine, Bermuda
Fort St. Catherine, Bermuda
Fort St. Catherine, Bermuda
Fort St. Catherine, Bermuda
Fort St. Catherine, Bermuda
Fort St. Catherine, Bermuda
In der Nähe des Fort St. Catherine, Bermuda
In der Nähe des Fort St. Catherine, Bermuda
In der Nähe des Fort St. Catherine, Bermuda
In der Nähe des Fort St. Catherine, Bermuda

Die ehemalige Marinestation wurde 1953 für mehrere Millionen Dollar zu einem Anlegehafen für Kreuzfahrtschiffe umgestaltet. Alles ist sehr touristisch und der Strand war nicht schön, nachdem ich die Mitbringsel für mein Patenkind erledigte nahm ich schnell die nächste Fähre nach Hamilton um den Trubel zu umgehen.

Royal Naval Dockyard / Bermudas
Royal Naval Dockyard / Bermudas

Von dort ging es wieder per Bus zum Gibb’s Hill Lighthouse der für seine exzellenten Aussichten bekannt ist. Nachdem ich 185 Stufen bestiegen hatte wusste ich warum man die Inseln auch “Land der weißen Dächer” nennen kann, andere Farben sind verboten:

Gibb's Hill Lighthouse, Bermuda
Gibb’s Hill Lighthouse, Bermuda
Blick vom Gibb's Hill Lighthouse, Bermuda
Blick vom Gibb’s Hill Lighthouse, Bermuda

Den nächsten Tag verpeilte ich leider. Am Morgen regnete es leicht und ich hatte meine geplante Tour zu einem Strand erst einmal gestrichen. Später schien die Sonne, ich dachte aber dass es sich von der Zeit her nicht mehr lohnt und spazierte ich nur etwas durch die Stadt. Zurück auf dem Schiff wollte ich die Ausfahrt nicht verpassen und war überrascht dass ich auf dem Außendeck der Einzige war. Ich hatte mich um zwei Stunden geirrt bei der Abfahrt, schade um die Zeit die ich verplempert hatte.

Die Inseln haben mir gut gefallen und waren noch einmal nach dem Ablegen schön zu sehen. Wegen der Riffs fuhren wir wieder fast einmal um die Inseln was den Tag versöhnlich machte.

Bye bye Bermuda
Bye bye Bermuda
Bye bye Bermuda
Bye bye Bermuda

Saint-Barthélemy (oder auch St. Barths, St. Barts, St. Barth oder Saint-Barth)

Bevor es zum nächsten Ziel der Reise ging gab es zwei Seetage die recht ereignislos waren. Das spannendste war noch das Beobachten von Regenbögen und Vögel von meinem Balkon aus oder ein Besuch der örtlichen Gastronomiebetriebe.

Zinni mit der MS Silver Whisper durch das Bermudadreieck
Zinni mit der MS Silver Whisper durch das Bermudadreieck
Ein Regenbogen im Atlantik
Ein Regenbogen im Atlantik
Ein Vogel mitten im Atlantik
Ein Vogel mitten im Atlantik

Ein Flop wurde leider die Visite des Gourmetrestaurants “Le Champagne” das als einziges einen Aufpreis von 60 Dollar nimmt. Luxusprodukte gab es genug (Foie Gras, Scallops, Lobster, Caviar…), aber die Küchenleistung konnte sich nicht von den anderen Restaurants abheben. Der Tiefpunkt war die “Bouillon de Sole au Camembert”, drei Stücke Käse über die warmes geschmackloses Wasser mit weißer Farbe geschüttet wurde. Die Oberkellnerin aller gastronomischen Betriebe versprach uns Wiedergutmachung später was ihr sehr gut gelungen war mit einem Spezialessen, also Schwamm drüber.

Generell war das Essen das Einzige was ich bei dem Schiff etwas besser erwartet hätte (auch die Meinung anderer Mitreisenden die die MS Silver Whisper schon kannten). Es gab viel Luxusprodukte die nicht immer fein zubereitet wurden. Das ist aber Jammern auf sehr hohem Niveau, der Rest war top.

Egal ob es das immer aufmerksame und gut gelaunte Personal war, die große und edle Getränkeauswahl (auch Champagner all inclusive) oder die Außenbereiche (es gab nie Probleme eine Liege zu finden). Auch die Gäste (250 bei einer maximalen Kapazität von 380) waren sehr angenehm. Keine Angeber (was hier auch deplatziert gewesen wäre), Drängler oder nervende Betrunkene (ok, ich sah nie in den Spiegel nach dem Besuch meines Lieblingsplatzes in der kleinen Grappa Bar).

Zinni in der Grappa Bar in der MS Silver Whisper
Zinni in der Grappa Bar in der MS Silver Whisper
Die MS Silver Whisper
Die MS Silver Whisper

Trotzdem stieg die Vorfreude von Stunde zu Stunde auf den Besuch von Saint-Barthélemy oder wie immer man die Insel auch nennt, es gibt viele Variationen. Selbst die Reederei empfiehlt keinen Ausflug über das Schiff zu buchen sondern einen Leihwagen zu nehmen (beispielhaft) um unabhängiger zu sein. Natürlich hielt ich mich an den Hinweis und wurde zum kleinen Flughafen gebracht um das Auto zu übernehmen.

Unterwegs in St. Barths
Unterwegs in St. Barths

Heute ist der französische Einfluss auf der Insel nicht zu übersehen, an manchen Stellen meint man an der Côte d’Azur zu sein. Früher war die Insel sogar mal schwedisch, davon ist mittlerweile nichts mehr zu sehen. Nur der Name der Hauptstadt Gustavia lässt die Vergangenheit noch etwas erahnen.

Das Straßennetz hat nur 40 Kilometer für die 21 Quadratkilometer. Vieles ist eng und steil mit relativ viel Verkehr mit hektischen Franzosen in ihren kleinen Kisten und langsamen Amerikanern mit zu großen Autos für diese Verkehrssituation. So dauerte es um von einen Punkt zum anderen zu kommen und ich musste mich sehr auf den Verkehr konzentrieren. Ich konnte die Natur nur genießen wenn ich einen Parkplatz gefunden hatte und per Fuß die Gegend erkundigte.

Es gibt wunderschöne Strände die gar nicht überlaufen waren (allerdings ohne Infrastruktur) und sogar einen mit FKK obwohl es gesetzlich verboten ist. Den schönsten fand ich St. Jean wo ich auch was zu trinken bekam und die ab- und ankommenden Flugzeuge des nahegelegenen Flughafens beobachten konnte. Leider ist der betroffen Strandabschnitt wo die Flugzeuge starten und landen seit April 2014 gesperrt damit keine neugierigen Köpfe mit den kleinen Inselhüpfern zusammenstoßen.

Man nennt die Insel sogar “bergig” obwohl der höchste Punkt nur 283 Meter hoch ist, Schweizer werden darüber schmunzeln. Der Ausblick von den Hügeln ist sehr schön und lohnenswert wenn man einen Platz für sein Auto findet. Ansonsten gibt es nicht viel anzuschauen, man genießt einfach nur die Stimmung, entspannt sich und kann beim Einkaufen und Ausgehen arm werden. Für zwei Bier hat es bei mir gereicht und bin zufrieden wieder zurück auf das Schiff gegangen, es war ein schöner, interessanter und gelungener Tag.

Unterwegs in St. Barths
Unterwegs in St. Barths
Unterwegs in St. Barths
Unterwegs in St. Barths
Ein Strand in St. Barths
Ein Strand in St. Barths
Unterwegs in St. Barths
Unterwegs in St. Barths
Unterwegs in St. Barths
Unterwegs in St. Barths
Der Airport von St. Barths
Der Airport von St. Barths
Der St. Jean Strand in St. Barths
Der St. Jean Strand in St. Barths
Der Flamands Strand in St. Barths
Der Flamands Strand in St. Barths
Der St. Jean Strand in St. Barths
Der St. Jean Strand in St. Barths
Der St. Jean Strand in St. Barths
Der St. Jean Strand in St. Barths
Gustavia / St. Barths
Gustavia / St. Barths

Christoph Kolumbus (und Zinnis) Entdeckung: Antigua

Am Abend gab es auf dem Schiff einen Grillabend im Freien mit Livemusik und guter Stimmung, warum man das nicht an den Seetagen gemacht hatte verstand ich nicht. Die kürzeste Fahrt der Reise stand bevor, in neun Stunden ging es nach St. John’s, der Hauptstadt von Antigua.

Ankunft in Saint John's / Antigua
Ankunft in Saint John’s / Antigua

Noch einen Leihwagen wollte ich nicht buchen um auch mal während der Fahrt die Gegend zu genießen und fand im Internet gute Kritiken über einen Fahrer und Führer den ich direkt kontaktierte. Er hatte gute Laune weil er Geburtstag hatte und wusste was Touristen sehen wollten, der war eine gute Wahl. In fünf Stunden zeigte er mir die Höhepunkte des Landes, hier sein Fahrzeug:

Das Fahrzeug von Sylvester
Das Fahrzeug von Sylvester

Betty´s Hope Zuckerplantage:

Die einstmals größte Zuckerplantage Antiguas mit der damit zusammenhängende Sklaverei. Die Mühle ist restauriert, über die Ruinen daneben informiert das kleine Museum (man kann es “übersichtlich” nennen). Eindrucksvoll.

Betty´s Hope Zuckerplantage
Betty´s Hope Zuckerplantage

Devil’s Bridge:

Das Meerwasser hat hier eine (durch Korrosion über unzählige Jahre hinweg) natürliche Brücke geschaffen, wahrhafte Wasserfontäne pressen aus dem Fels nach oben. Auf anderen Bildern sah es noch gewaltiger aus, entweder hatten wir Flut oder das Wetter war zu brav. Natur pur.

Die Devil's Bridge in Antigua
Die Devil’s Bridge in Antigua

Long Bay Beach:

Der auch Grand Pinapple Beach genannte Strand ist einer der schönsten Strände der Nordostküste und wird trotz der Hotelanlage auch von den Einheimischen gerne genutzt. Idyllisch.

Long Bay Beach (Grand Pinapple Beach)
Long Bay Beach (Grand Pinapple Beach)
Unterwegs in Antigua
Unterwegs in Antigua
Unterwegs in Antigua
Unterwegs in Antigua

Windward Beach:

In der Nähe eines der beliebtesten Strände (Pigeon Beach) ist einer der unberührten Strände des Landes. Zum Baden ist er wegen der felsigen Küstenlinie nicht unbedingt geeignet. Aber der relativ kühle Wind erfrischt und das Scenario passt: Einsamkeit pur.

Die Windward Beach in Antigua
Die Windward Beach in Antigua

Fort Block House:

Weniger die Ruinen des 1787 erbauten Hauses sondern die Panoramablicke auf die umliegenden Buchten faszinierten, unter anderem auf das Haus von Eric Clapton und Nelson’s Dockyard. Aussichtsreich.

Blick vom Fort Block House auf Nelson's Dockyard
Blick vom Fort Block House auf Nelson’s Dockyard
Blick vom Fort Block House, Antigua (ganz rechts das Haus von Eric Clapton)
Blick vom Fort Block House, Antigua (ganz rechts das Haus von Eric Clapton)
Blick vom Fort Block House, Antigua
Blick vom Fort Block House, Antigua

Nelson’s Dockyard:

Eine restaurierte historische Hafenanlage aus der Zeit von 1785 bis 1792. Eines der größten Freilichtmuseums der Karibik und durchaus lohnenswert wenn auch stark touristisch. Hier sah ich Prinz Charles mit seiner Autokolonne vorbeihuschen, er ließ sich auf der Insel wegen des Unabhängigkeitstages sehen. Die Sicherheitskräfte waren dadurch unnötig übernervös, außer einem Fotografen interessierte sich niemand für ihn. Vor dem Haus seiner Ankunft bin ich verjagt worden wobei ich gar nicht wusste dass er dort genau ankommt. Historisch.

Nelson's Dockyard, Antigua
Nelson’s Dockyard, Antigua

Nach einem letzten kurzen Halt an der Darkwood Beach war der schöne Ausflug beendet, Antigua hatte mir sehr gut gefallen und es war sehr vielseitig.

Darkwood Beach, Antigua
Darkwood Beach, Antigua

Auch mein neuer Freund Sylvester hat seinen Teil dazu beigetragen. Etwas lief ich noch durch das relativ beschauliche St. John’s um das lokale Bier zu testen, ein Prost auf den schönen Tag!

Die Silver Whisper in Antigua
Die Silver Whisper in Antigua

Die schöne Helena des Westens: St. Lucia

Nach dem tollen Vortag hatte ich keine großen Erwartungen dass es hier genauso wird. Ich war schon einmal auf der Insel und das hatte mir damals nicht so richtig gefallen. Die Landschaft ist natürlich sehenswert und vielfältig und wird mir ihrer üppigen Vegetation sogar die “Schöne Helena des Westens” genannt, aber das Umfeld dazu liegt mir nicht.

Nachdem eine vergleichbare Taxifahrt viel teurer als die von Antigua war und mein gebuchter Ausflug ausgefallen war (ich war der einzige Depp der bei der Hitze eine Wanderung buchte, war vielleicht auch besser so) hatte ich vor Ort kein Programm und lies es auf mich zukommen. Eine Fahrt zu den Wahrzeichen der Inseln, den Pitons, lohnte sich für mich wegen der Fahrzeit von drei Stunden hin und zurück nicht, auch weil ich schon einmal dort war.

Im Terminal des Hafens liefen viele Nervensägen herum die einen Ausflug oder eine Taxifahrt verkaufen wollten. Ich hatte überhaupt keine Lust mich mit denen zu beschäftigen, lief an einen Schalter wo nichts los war und buchte spontan die erstbeste Tour ohne richtig zuzuhören um was es da überhaupt ging.

In einem klimatisierten Minibus mit viel Platz wurden wir zuerst zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Kreuzfahrtschiffe und die Hauptstadt Castries gebracht. Es war nett aber die Händler gaben keine Ruhe und so waren wir froh wieder abfahren zu können.

Blick auf Castries, St. Lucia
Blick auf Castries, St. Lucia
Blick auf Castries, St. Lucia
Blick auf Castries, St. Lucia

Nun ging es in den Regenwald zum “Lushan Country Life” mit mehreren Trails und angelegten Gärten. An mehreren Stationen wurde einem vieles über die Natur der Insel erklärt und man konnte einiges probieren. Den Fishcake von “Mama Wanita” lehnte ich freundlich ab, bei den Früchten schlug ich zu. Das war alles mit Liebe gemacht und hatte Spaß gemacht auch wenn es keine Sensation war (Jubiläum: Ich sah zum hundertsten Mal wie man eine Kokosnuss öffnet).

Nach einem kurzen Stopp an der Rodney Bay (zum Baden hatte keiner Lust):

Der Strand am Flughafen von Castries, St. Lucia
Der Strand am Flughafen von Castries, St. Lucia
Der Strand am Flughafen von Castries, St. Lucia
Der Strand am Flughafen von Castries, St. Lucia
Der Strand am Flughafen von Castries, St. Lucia
Der Strand am Flughafen von Castries, St. Lucia

ging es wieder zurück in die Stadt. Bei den Gestalten die dort herumgelungert waren und der Hitze machte ich schnell den Rückzug und hielt mich noch etwas im Terminalbereich bei schlechter Livemusik und gutem lokalen Bier auf.

St. Lucia liegt mir nicht, an was das liegt kann ich gar nicht so richtig beschreiben. Die Straßen taugen nichts und die Menschen sind aufdringlich, vielleicht liegt es daran oder vielleicht auch weil ich dieses Mal voreingenommen war.

Die MS Silver Whisper in Castries, St. Lucia
Die MS Silver Whisper in Castries, St. Lucia

Der ‘Star’ von ‘Island in the Sun’: Barbados

In Barbados ein geeignetes Hotel zu finden war nicht so einfach. Die besten Unterkünfte sind teuer und haben den Nachteil dass es rundherum nichts gibt was Lageweile vorprogrammiert. Mitten im Nachtleben sind die meisten bezahlbar, aber es ist laut und die Kritiken waren nicht die Besten. Ich hoffte mit dem “Infinity on the Beach” einen Mittelweg gefunden zu haben, die Amüsiermeile “St. Lawrence Gap” ist zu Fuß zu erreichen und der Dover Strand an dem das Hotel liegt sah schön aus.

Leider gab es keinen guten Start nach der Ankunft der MS Silver Whisper in Barbados. Die Einreise war schnell, aber wo war mein Transfer den ich vorher paarmal per Mail über das Hotel gebucht hatte? Nach Rückfrage dort wusste man nicht ob ich mit neun Uhr a.m oder p.m gemeint hatte.

Nachfragen wäre nicht schlecht gewesen oder einfach informieren wann die Silversea ankommt, dass ich damit komme war bekannt. Ich war nun der Taximafia ausgesetzt die mir allesamt wichtige Ausweise zeigten dass nur sie autorisiert sind um Passagiere vom Airport aus zu befördern. Da sie einen weit überhöhten Preis wollten lief ich paar Meter weiter und konnte dort einen akzeptablen Preis ausmachen.

In meiner Unterkunft teilte man mir mit dass ich nicht vor drei Uhr einchecken darf und es war erst halb zehn, super. Ich sah lauter unbewohnte und saubere Zimmer, warum mir davon keines gegeben wurde hatte ich nicht kapiert. Viel Spaß machte das Herumlaufen nicht.

Ich hatte die falsche Kleidung an (ich konnte das Schiff ja kaum in Badehosen verlassen) und es war heiß. Nachdem ich zum zehnten Mal am Hotel vorbeilief hatte man um zwölf Uhr Erbarmen mit mir, ich muss schrecklich ausgesehen haben. Man gab mir ein Zimmer das auf den ersten Blick auch schön aussah mit einer tollen Aussicht auf das Meer.

Blick vom Infinity on the Beach Hotel
Blick vom Infinity on the Beach Hotel

Auf den zweiten Blick sah es nicht mehr so schön aus, das Bad war untertrieben “renovierungsbedürftig” und nicht sauber. Die Armaturen hatten sich gelöst und die Toilettenspülung lief ununterbrochen. Mit paar Tricks konnte ich es reparieren, aber dafür war ich nicht im Urlaub. Weiterhin war es da an einer stark befahrenen Straße gelegen sehr laut. Leider auch in der Nacht wenn die Besoffenen heimgekehrt waren, den Letzten hatte ich morgens um fünf gehört. Am nächsten Morgen konnte ich das Zimmer tauschen, das war auch lärmig aber das Bad wenigstens in Ordnung.

Der Strand direkt am Hotel war klasse, er war nicht überlaufen und das Wasser war sehr sauber. Hier konnte ich mich gut entspannen in den Tagen die mir blieben. Leider regnete es einen ganzen Tag den ich in der benachbarten Sportsbar verbrachte um besoffene Engländer beim Fußball zuzuschauen was recht witzig war.

Der Strand vom Infinity on the Beach Hotel / Dover Beach
Der Strand vom Infinity on the Beach Hotel / Dover Beach
Dover Beach
Dover Beach
Dover Beach
Dover Beach

Das Nachtleben war gut und mir wurde versichert das alles sicher sein. Nachdem mir aber ein dort lebender Europäer mitteilte dass sein Kollege um die Ecke mit einem Messer umgebracht wurde (ich schaute später nach, die Story stimmte) und ich einige wilde Gestalten in den Ecken sitzen sah vermied ich in der Dunkelheit doch durch die dunklen Gassen zu gehen.

Das war vielleicht zu übervorsichtig aber ich fühlte mich sicherer. Um die Ecke vom Hotel gab es einen kleinen einheimischen Markt mit viel Essensbuden und kleinen Kneipen. Alles war spottbillig und die Stimmung war klasse, das hatte mir gereicht.

Natürlich wollte ich auch die Insel erkunden und buchte dazu den Ausflug “360 Island Tour”, eine ganztägige Fahrt rund um die Insel. Der kleine Bus war nur zur Hälfte besetzt und ich saß neben dem Fahrer, so konnte es man die vielen Stunden aushalten. Der Reihe nach wurden angefahren:

Speightstown:

Ein süßer kleiner Ort (obwohl der zweitgrößte des Landes) mit lustig bunten Häusern ohne touristischen Einschlag, hatte mir sehr gut gefallen. Die Schauspielerin Claudette Colbert hatte dort gelebt, keine Ahnung wer das ist und ob man die kennen muss.

Speightstown auf Barbados
Speightstown auf Barbados

Northpoint:

Im Norden der Insel gibt es wenig Einwohner, es ist zu windig und rau dort. Wie ich die Wellen gesehen hatte wusste ich warum es dort auch keine Hotels gibt, das Baden ist viel zu gefährlich. Ein Einheimischer und sein Kind hatten es trotzdem gemacht und hatten ihren Spaß dabei. Ich hoffe dass sie gewusst haben was sie machten.

Im Norden von Barbados
Im Norden von Barbados
Ein Strand im Norden von Barbados
Ein Strand im Norden von Barbados
Im Norden von Barbados
Im Norden von Barbados
Im Norden von Barbados
Im Norden von Barbados

Cherry Tree Hill:

Ein kleiner Ort im Nordosten von Barbados mit einem grandiosen Ausblick auf die Küste. Die anwesenden Händler waren sehr freundlich und unaufdringlich, da können sich die Kollegen von St. Lucia ein Beispiel nehmen.

Cherry Tree Hill
Cherry Tree Hill
Zinni auf Barbados mit Blick vom Cherry Tree Hill
Zinni auf Barbados mit Blick vom Cherry Tree Hill

Morgan Lewis Windmill:

Die letzte aktive Windmühle für Zucker in Barbados. Es gibt nur noch zwei auf der ganzen Welt die in Betrieb sind, und beide hatte ich in diesem Urlaub gesehen (siehe Antigua). Sie gehört auch zu den “sieben Wundern von Barbados”, die anderen kenne ich nicht.

Die Morgan Lewis Mühle
Die Morgan Lewis Mühle

Bathsheba Beach:

Bizarre Felsen an dem rausten Strand von der Insel, für Baden ungeeignet aber ein Mekka der Surfer.

Bathsheba Beach
Bathsheba Beach
Bathsheba Beach
Bathsheba Beach

Sunbury Plantation House:

Das Haus ist über 300 Jahre alt, alle Räume können besucht werden. Man konnte einen guten Eindruck bekommen wie früher in einem Herren- (oder Plantagen-) Haus gewohnt wurde. Die Einrichtung ist nachgestellt, das Haus brannte 1995 komplett aus.

Sunbury Plantagenhaus
Sunbury Plantagenhaus
Im Sunbury Plantagenhaus
Im Sunbury Plantagenhaus

Die Fahrt hatte unwahrscheinlich viel Spaß gemacht und war ein schöner Urlaubsabschluss.

Unterwegs in Barbados
Unterwegs in Barbados
Unterwegs in Barbados
Unterwegs in Barbados
Unterwegs in Barbados
Unterwegs in Barbados
Ein
Ein Strand in Barbados
Ein Strand in Barbados
Ein Strand in Barbados

Die Heimreise und das Fazit

Fünf Stunden dauert der Flug von Barbados nach New York und so gönnte ich mir den “More Space” Bereich im Flugzeug der JetBlue. Direkt am Notausgang hatte ich genug Platz nach vorne. Der Nachteil war das es so gut wie kein Fenster gab und die rechte Lehne fehlte. Mein Platz neben mir blieb frei und daneben saß nur beim Start, Landung und während ihrer Pausen eine Stewardess. De facto hatte ich eine Reihe im fast vollen Flugzeug für mich alleine, die Zeit ging dadurch relativ schnell herum.

Dass es bei der langen Flugzeit nur ein Päckchen Chips für umsonst und anderer Snackmüll gegen Geld gab hatte mich überrascht. Ich hatte kein Frühstück und hätte mir gerne was Gescheites gegönnt. Am JFK Airport angekommen gab es keine Wartezeit bei der Passkontrolle was ich noch nie erlebte in den Staaten aber chaotische Szenen beim Gepäck.

Eine idiotische Warteschlangenlösung direkt an den Kofferbändern entlang sorgte für unnötige Stoßerei und man musste Schulter zeigen wenn man nicht seinen Anschlußflug verpassen wollte. Selbst ein Pfarrer würde gerügt auf Grund seiner Drängelei.

Den Lufthansa Schalter erreichte ich trotzdem noch pünktlich und schlief anschließend fast den ganzen Flug. Ich gab dem Service Bescheid dass ich nicht zum Frühstück geweckt werden wollte. Ich machte nach dem Abendessen die Augen zu und wachte kurz vor Frankfurt auf, so sollte es immer sein.

Die Reise war klasse mit den Höhepunkten vom Schiff selbst, Philadelphia, der Ausfahrt aus New York, Bermuda, St. Barths und Antigua. Von St. Lucia hatte ich nicht mehr erwartet und Barbados war in etwa wie ich es mir vorgestellt hatte.

Mit einem Schiff der Silversea würde ich immer wieder fahren, vorausgesetzt dass die Reederei nicht die gleichen Probleme bekommt wie die anderen Unternehmen meiner drei in 2014 durchgeführten Seereisen.

Die Deutschland, die Delphin und die Acores hatte ich mit meinem Besuch kein Glück gebracht, alle sind wegen finanziellen Problemen im Moment nicht mehr unterwegs. Das wünsche ich der Silversea natürlich nicht. Unabhängig davon benötige ich für weitere Reisen mit denen regelmäßige Lottogewinne oder ich finde einen Sponsor. Meine Bankkonto-Details gibt es per Email.

Danke für das Lesen, Ahoi!

Mit JetBlue von Barbados nach New York
Mit JetBlue von Barbados nach New York

Galerien über die Ziele:

Galerie Antigua und Barbuda

Galerie Bermuda

Galerie New York

Galerie Pennsylvania


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