Reiselust oder Wetterfrust: Mit der MS Astor im Mai nach Norwegen und an die deutsche Nordsee

Eine Kreuzfahrt durch alle Klimazonen

Kurzfassung

Cool

Zinni im Hochgebirgsplateau Hardangervidda
Zinni im Hochgebirgsplateau Hardangervidda

Langfassung

Nebel in Harlesiel

28. April – 1. Mai 2018

Einleitung

Mit der MS Astor im Mai nach Norwegen? Kann das gut gehen fragte ich mich, als ich diese Kreuzfahrt ab Bremerhaven entdeckte. Ein Traumwetter konnte ich mir in dem Monat dort nicht vorstellen. Weil ich die meisten Destinationen nicht kannte, fasste ich Mut, und buchte das Angebot. Mehr als regnen den ganzen Tag kann es nicht, und rechtzeitig zur Schafskälte in Mitteleuropa war ich wieder zurück, und den Kälteeinbruch dann bereits gewohnt.

Die Kreuzfahrt ging am Dienstag, den 1. Mai 2018 los, und ich wollte das Wochenende zuvor für ein Vorprogramm nutzen. In Bremen und Bremerhaven war ich schon paarmal, und hätte die relativ lange Zeit dort vermutlich vor Langeweile verschlafen. Ein kurzer Blick auf die Landkarte, und schon wurde der Ort Harlesiel ausgesucht. Ich war noch nie in Ostfriesland, kenne nur die platten Witze von dort, und dass anscheinend die Stadt Leer komplett evakuiert wurde, warum auch immer. Wangerooge ist von Harlesiel einfach per Fähre oder Flug zu erreichen, und auf einer der Ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer wollte ich schon ewig mal, ohne es jemals realisiert zu haben.

Ich flog mit Lufthansa nach Bremen, da ich mich an nichts erinnern kann war es wohl ein stinknormaler Flug. Dort angekommen mietete ich ein Auto, und suchte erst einmal das passende im Parkhaus, weil die angegebene Park-Position nicht stimmte. Das Menü für Radio und sonstiges Gedöns war auf Italienisch eingestellt, unbedarft wie ich bin schaffte ich es bis zur Abgabe nicht die deutsche Sprache einzustellen. Spannend war die Fahrt nach Harlesiel nicht, ich war froh wie ich dort war.

Harlesiel

Ich hatte Hunger, und war dankbar der Empfehlung des Hotel-Besitzers gefolgt zu sein, um im Restaurant ‚Zur Brücke‘ einzukehren. Im Gegensatz zu anderen Lokalen vor Ort, wo Massen an hungrigen Gästen Schlange standen um ihr Fischbrötchen zu bekommen, ist dies ein nett eingerichtetes Lokal im altdeutschen Stil. Die Bedienung war aufmerksam und freundlich, und die Küche traditionell und bodenständig mit dem Schwerpunkt lokaler Fisch. Abgerundet hatte ich das Essen mit ‚Rosinen im Branntwein‘, passte hervorragend. Das war alles so angenehm, dass ich nicht das letzte Mal während der drei Tage dort war.

Das Haus befindet sich bereits in der Nachbargemeinde Carolinensiel, die einfach zu Fuß der Harle lang von Harlesiel zu erreichen ist. Das Wasser spiegelte sich wunderschön während meines Spazierganges zum Ortskern. Einige Bilder wie diese konnten leider nur mit meinem Handy aufgenommen werden, sorry:

Carolinensiel an der Harle
Carolinensiel an der Harle
Carolinensiel an der Harle
Carolinensiel an der Harle
Carolinensiel an der Harle
Carolinensiel an der Harle

Einige der Lokale im Ort waren schick, andere dunkle Raucherhöhlen. Besonders gut hatte es mir in der Lounge Bar ‚Heimathafen‘ gefallen, mit einer modernen Einrichtung und gemütlicher Ambiente:

Carolinensiel an der Harle
Carolinensiel an der Harle

Im Bistro ‚Speicher Café‘ direkt am Sielhafen war immer was los. Ich hatte einen tollen Blick über den Hafen, die Bedienung war nett, und die Stimmung prächtig. Besonders als Holger Aden, ein früherer deutscher Profi-Fußballspieler (in 1992/93 erzielte er mit achtundzwanzig Ligatoren die meisten Treffer in den deutschen Profiligen), ein Livekonzert gab.

Wangerooge

Am nächsten Morgen lief ich zum nahe gelegenen Flughafen, um mit der ‚FLN FRISIA-Luftverkehr‘ und einer Britten-Norman BN-2B-26 Islander einen Tagesausflug nach Wangerooge zu unternehmen, und hoffte dass das Wetter mitspielte. Fünf Stunden Aufenthalt hatte ich auf der Insel kalkuliert, die mir genug für einen ersten Eindruck erschienen. Sehr übersichtlich war der Check-In Vorgang, da nur acht Passagiere in die Maschine passen gab es kein Gedrängel und Wartezeit. Pünktlich wurden sieben Passagiere namentlich aufgerufen (ich stellte mir das in Frankfurt bei einem A380 Flug vor…), an Bord waren wir dann aber doch acht Gäste und der Kapitän.

Britten-Norman BN-2B-26 Islander der FNA
Britten-Norman BN-2B-26 Islander der FNA

Ich sicherte mir den Platz hinter dem Piloten, um seine Einstellungen zu überprüfen:

Britten-Norman BN-2B-26 Islander der FNA
Britten-Norman BN-2B-26 Islander der FNA

und war fasziniert von dem sieben Minuten Flug, der hätte länger sein können.

Hier der Start:

Start von Harlesiel nach Wangerooge

Leider gab es minütlich mehr Nebel in Wangerooge nach der Landung. Ich konnte zuerst noch eine überschaubare Anzahl von Strandkörben zählen:

Der Strand von Wangerooge
Der Strand von Wangerooge

während ich später froh war die Nummer ‚129‘ an dem einen Strandkorb zu erkennen:

Der Strand von Wangerooge
Der Strand von Wangerooge

Der Besuch des Aussichtsturms ‚Alter Leuchtturm‘ ersparte ich mir, wegen keiner Hoffnung etwas zu sehen. Er diente von 1856 bis 1969 als Wegweiser für die Schifffahrt, und war ‚an Tagen wie diesen‘ bestimmt bitter nötig:

Der Leuchtturm von Wangerooge
Der Leuchtturm von Wangerooge

Dass es auf der Insel einen Bahnhof gibt wusste ich nicht. Da der Fährhafen nicht nahe an das Inseldorf verlegt werden kann, ist die einzige von der Deutschen Bahn betriebene Schmalspurbahn das wichtigste Transportmittel auf der autofreien Insel:

Der Bahnhof von Wangerooge
Der Bahnhof von Wangerooge

Der Nebel wurde immer schlimmer, und gerade als ich daran dachte eine Verbindung vorher zu nehmen, erfolgte ein Anruf der Fluggesellschaft, dass mein Rückflug gestrichen sei. Wegen dem Wetter sei nicht abzusehen, ob noch weitere Flüge an dem Tag möglich seien. Ich wurde gebeten die letzte Fähre an diesem Tag zu nehmen, die früher als meine geplante Abflugzeit abging. Kein Wunder bei diesen Umständen:

Nebel in Wangerooge
Nebel in Wangerooge
Nebel in Wangerooge
Nebel in Wangerooge

Da ich ohne Gepäck keine große Lust hatte auf der Insel zu stranden, lief ich zum Fährhafen. Zum Glück weitgehendst trocken:

Nebel in Wangerooge
Nebel in Wangerooge
Nebel in Wangerooge
Nebel in Wangerooge

Am Hafen war ich erstaunt, dass es keine Einrichtungen wie Fahrkartenschalter, Informationen oder Gastronomie gab. Ein zufällig vorbeilaufender Passant informierte mich, dass ich das Ticket nur am Bahnhof in der Stadt kaufen konnte. Wenn ich zurück in die Stadt gelaufen wäre, hätte ich die Fahrt verpasst. Mutig stieg ich die ankommende Fähre, und rechnete nicht mit einer Gefängnisstrafe.

Ein Crew-Mitglied beruhigte mich nach dem er mein Flugticket sah, und hatte dies akzeptiert. Die Fahrt war nur neunzig Minuten, und bei dem Nebel und einsetzenden Regen war es vielleicht sogar besser als mit dem Flugzeug zurück nach Harlesiel zu kommen. Der Ausflug hatte sich für mich trotzdem wegen dem coolen Hinflug gelohnt.

Das Wattenmeer

Wattwandern war am nächsten Tag als aktiver Programmpunkt geplant. Zumindest theoretisch für paar Sekunden. Als ich den Sumpf sah wollte ich mir meine Klamotten nicht ruinieren, lies die Würmer in Ruhe, und vergaß den guten Vorsatz:

Das Wattenmeer von Harlesiel
Das Wattenmeer von Harlesiel
Das Wattenmeer von Harlesiel
Das Wattenmeer von Harlesiel
Das Wattenmeer von Harlesiel
Das Wattenmeer von Harlesiel

Diese heldenhafte Gruppe versuchte es zumindest. Bei meinen Beobachtungen blieb es dabei. Mein Hobby wird das eher nicht:

Wattwandern in Harlesiel
Wattwandern in Harlesiel

2-Insel-Fahrt

Durch meine Arbeits-Verweigerung hatte ich noch genug Zeit, und sah eine ‚2-Insel-Fahrt‘ mit dem Schiff. Sie ging entlang der Seehundbänke, und vorbei an den Inseln Wangerooge und Spiekeroog. Obwohl der Ticketverkäufer bereits jetzt im Mai bei mir als ‚unhöflichster Dienstleister des Jahres 2018‘ eingeht (warum machen Personen einen Job, wenn sie dieser anwidert?), kaufte ich mir eine Karte. Vorweggenommen: Das war der einzige Flop der Reise.

Der ‚Höhepunkt‘ der Fahrt waren Seehundbänke, die auf Grund auflaufenden Wassers nicht zu sehen waren (was dem Veranstalter natürlich bekannt war, und er es trotzdem spannend machen wollte…). Mit Glück sah man paar Köpfchen, ich bitte allerdings zu berücksichtigen, dass meine Kamera eine Zoom-Funktion besitzt:

Seehunde vor Harlesiel
Seehunde vor Harlesiel

Der Blick auf die beiden Inseln war albern. Für paar Minuten sah ich je einen Küstenabschnitt von weiten, holte aus meinem Zoom alles raus was ich konnte, und schnell ging es wieder Richtung Harlesiel:

Blick auf Wangerooge
Blick auf Wangerooge
Blick auf Spiekeroog
Blick auf Spiekeroog

Das Interessanteste war noch die Fahrrinne, die durch regelmäßige Baggerungen auf die benötigte Tiefe gehalten wird:

Die Fahrrinne von Wangerooge nach Harlesiel
Die Fahrrinne von Wangerooge nach Harlesiel

Der Ausflug war mies, und hatte sich nicht gelohnt. Ich glaube wie mir ging es den meisten Passagieren. Als Ausgleich belohnte ich mich mit einem Fischbüffet in dem Restaurant Wattkieker. Die vielen kalten Fischsorten und Gerichte waren klasse, und ich stopfte einen kompletten Fischschwarm in mich rein. Ich hatte an dem Abend mehr Fisch als sonst in einem ganzen Monat gegessen. Das Bild zeigt nicht meine Teller, sondern nur ein Teil des Büffets:

Kleiner Auszug vom Fisch-Büffet im Restaurant 'Wattkieker' in Harlesiel
Kleiner Auszug vom Fisch-Büffet im Restaurant ‚Wattkieker‘ in Harlesiel

Der große Knaller war Harlesiel nicht für mich, lag aber viel an dem Wetter und nicht an Gastronomie und Unterkünfte. Das gebuchte Hotel An’t Yachthaven überzeugte. Das Frühstücks-Büffet überraschte mich an jedem Morgen, das Angebot wurde täglich gewechselt. Eine Dame war etwas schroff, die beiden Herren aber freundlich und sehr hilfsbereit. Das Zimmer war sauber und leise, gegen die Unterkunft gab es nichts Negatives zum Schreiben, außer den etwas engen und zu wenigen Parkplätzen.

Die Fahrt in meinem Leihwagen nach Bremerhaven war wegen Dauerregen ätzend. Zumal ich es besser als die Routen-App wissen wollte, fluchte, und einige Kilometer wieder zurückfuhr als ich merkte das die Frauenstimme doch recht hatte. Mein leises ‚Entschuldigung‘ wird sie kaum gehört haben… Mein Taxifahrer vom Leihwagen-Unternehmen zum Schiff meinte, dass die Ankunft der MS Astor stundenlang verspätet war. Ich ahnte ungutes, war aber trotzdem froh als ich das Schiff betreten konnte. Meine Kreuzfahrt hatte begonnen! Das sie länger wie geplant verlaufen würde, ahnte ich da noch nicht.

Bewölkt im Geirangerfjord

3. Mai 2018

Geirangerfjord

Bis Ruhe auf einer Kreuzfahrt nach dem Einchecken eingekehrt dauert es immer etwas. Ich bin immer froh, wenn jeder seine Kabine und Koffer gefunden hat, und die Sicherheits-Übung beendet ist. Die erste Durchsage war erwartungsgemäß nicht positiv: Durch die Verspätung konnten wir nicht den ersten geplanten Hafen Ålesund anlaufen. Schade, da war ich noch nicht, und hätte mich interessiert.

Dafür konnten wir in Geiranger für begrenzte Zeit aussteigen, ursprünglich war noch ein Stopp für die Tages-Ausflügler geplant. Anstatt einer neuen Destination gab es etwas ’schon gewesen‘ für mich, zumal ich vier Wochen später wieder dort bin. Ist aber zu ertragen, in Geiranger ist die Umgebung klasse, und die kann man sich auch mehrmals anschauen. Wie es mir auf dem Schiff ergangen war kommt später.

Am nächsten Morgen war das alles vergessen. Wir hatten einen ereignislosen Seetag, tat mir gut. Am Tag danach war das Wetter war für mich mehr als zufriedenstellend, ich hatte es Anfang Mai in Norwegen mir kälter und nasser vorgestellt. Die Fahrt durch den Geirangerfjord machte Freude, wurde von der Brücke moderiert, und wir hatten tolle Aussichten auf den Fjord:

Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord

Von den ‚Sieben Schwestern‘ (direkt nebeneinander in den Fjord stürzende Wasserfälle) waren einige noch im Winterschlaf:

Die 'Fast sieben Schwestern' Wasserfälle im Geirangerfjord
Die ‚Fast sieben Schwestern‘ Wasserfälle im Geirangerfjord

da sich das Eis und der Schnee auf der Bergkuppe noch nicht gelöst hatte.

Er ist ganz traurig darüber (ich zumindest erkenne ein Gesicht in dem Felsen):

Der traurige Unbekannte
Der traurige Unbekannte

Im Ort selbst empfing uns dieses lustige Naturwesen. Nach der nordischen Mythologie hausen Trolle in Norwegen, und kommen in Norwegischen Volksmärchen oft vor. Da oft gewarnt wird ‚Don’t feed the Troll‘, gab ich ihm nichts zu essen, auch kein ASCII-Fisch ><((((*>

Die gute Laune schien er dadurch nicht verloren zu haben:

Ein Troll im Geirangerfjord
Ein Troll im Geirangerfjord

Dalsbnibba

Im Ort Geiranger gibt es nicht viel zu unternehmen, und zu längeren Wanderungen war keine Zeit, zumal die Vorbereitungszeit mir dazu fehlte. Um etwas mehr als die Touristeninformation im Hafen zu sehen, buchte ich eine Fahrt zu zwei Aussichtspunkten. Zuerst ging es mit dem Bus durch elf Haarnadelkurven eine Bergflanke hinauf:

Elf Haarnadelkurven im Geirangerfjord
Elf Haarnadelkurven im Geirangerfjord

zur Adlerkehre, ein Aussichtspunkt auf der obersten Serpentine. Der Weg dorthin ist im Sommer verstopft, lange Staus sind Normalität. Wir waren das erste Kreuzfahrtschiff in 2018 dort, dementsprechend war die Fahrt schnell und verkehrsarm. Die Aussicht auf die Ortschaft Geiranger, die MS Astor und auf den Fjord war grandios, auch weil das Wetter mitspielte:

Blick auf den Geirangerfjord
Blick auf den Geirangerfjord
Blick auf den Geirangerfjord
Blick auf den Geirangerfjord

Den gleichen Weg ging es wieder zurück nach Geiranger, und an anderer Stelle das gleiche Kurven-Spiel, bis der Gipfel des Dalsbnibba erreicht wurde. Das spektakuläre Panorama war ähnlich wie am ersten Stopp, nur von der anderen Seite aus gesehen. Die vorher gefahrene Serpentinen-Straße ist gut auf der rechten Seite zu sehen:

Blick auf den Geirangerfjord
Blick auf den Geirangerfjord

Viel mehr gibt es nicht zu diesem Tag zu schreiben, denn einen langen Aufenthalt hatten wir nicht. Natürlich ging die Fahrt zurück wieder durch den Geirangerfjord, dieses Mal mit einem anderen Licht. Es machte Spaß das Szenario sich anzuschauen, ein relativ ereignisloser Tag der trotzdem für gute Laune sorgte, zumindest bei mir.

Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord
Während der Fahrt durch den Geirangerfjord

Verhangen in Olden

4. Mai 2018

Jostedalgletscher

Der größte Gletscher von Kontinentaleuropa, mit 500 Quadratkilometern und 400 Kilometer Länge, ist der Jostedalgletscher in der Nähe von Olden. Es war Ehrensache dass ich einen Ausflug dorthin buchte, und mit ein Grund warum ich die Schiffsreise überhaupt angetreten hatte.

Nach dem Ausbooten und einer zeitlich überschaubaren Busfahrt war ich froh, dass jeder Passagier auf eigene Faust zur Briksdalsbreen-Gletscherzunge laufen konnte. Es sind immerhin 2 1/2 Kilometer vom Startpunkt, und viele Fotostopps warteten auf mich. Ich musste nicht auf den langsamsten Geher der Gruppe warten, und war schnell fast alleine auf weiter Flur. Der Spaziergang war wunderschön, ich bewunderte tolle Fels-Formationen:

Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher

sah einen schönen Wasserfall nach dem anderen:

Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher

tolle Berge:

Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher

und ein cooler Himmel:

Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher
Auf dem Weg zum Jostedalgletscher

Beim Anblick der Briksdalsbreen-Gletscherzunge war ich entzückt vor Freude:

Die Briksdalsbreen-Gletscherzunge
Die Briksdalsbreen-Gletscherzunge

obwohl die Eismassen dramatisch zurückgegangen sind, die Ausdehnung sinkt seit 1750 tendenziell. Gewaltig fand ich sie trotzdem noch:

Die Briksdalsbreen-Gletscherzunge
Die Briksdalsbreen-Gletscherzunge
Zinni und die Briksdalsbreen-Gletscherzunge
Zinni und die Briksdalsbreen-Gletscherzunge

Ich lief zurück zur Bushaltestelle, und während die anderen Gäste bei Kaffee und Kuchen saßen, wanderte ich durch die Gegend mit einem erneuten Gletscherblick:

Der Jostedalgletscher
Der Jostedalgletscher

Brav und pünktlich wie die Gruppe war, konnten wir dadurch einen ungeplanten Bus-Stopp mit Blick auf den Gletscher machen:

Der Jostedalgletscher
Der Jostedalgletscher

Olden

Wir kehrten in die Ortschaft Olden zurück, die am Ende des am weitesten ins Land hineinreichenden Seitenarms des mächtigen Nordfjordes liegt. Ich ließ die Putenbrust & Co zum Mittagessen an Bord links liegen, und lief lieber durch das übersichtliche Dorf. Ich hatte Glück, unerwartet schöne Spiegelungen machten die Umgebung zu einem Paradies für einen Fotografen auf schöner Motivsuche:

Spiegelungen in Olden
Spiegelungen in Olden
Spiegelungen in Olden
Spiegelungen in Olden
Spiegelungen in Olden
Spiegelungen in Olden
Spiegelungen in Olden
Spiegelungen in Olden
Spiegelungen in Olden
Spiegelungen in Olden
Spiegelungen in Olden
Spiegelungen in Olden

Mein Besuch von Olden endete an der alten Kirche, die 1759 erbaut wurde:

Die alte Kirche von Olden
Die alte Kirche von Olden

Wer erkennt auf diesem Bild, wer wo (und warum) zu sitzen hat?

In der alten Kirche von Olden
In der alten Kirche von Olden

Am Hafen gibt es einen kleinen urigen Pub, und weil dort Weizenbier im Ort gebraut anboten wurde, musste ich das natürlich probieren. Die zwei Gläser für zwanzig Euro waren mir das wert, es schmeckte köstlich:

Zinni im Oldener Hafen-Pub
Zinni im Oldener Hafen-Pub

Zufrieden ging ich nach dem tollen Tag wieder auf das Schiff, um in der Abenddämmerung weiterhin die norwegische Fjordlandschaft genießen zu können:

Zinni in Olden
Zinni in Olden

Eisiger Dunst in Bergen

5. Mai 2018

Seilbahnfahrt auf den Ulriken

In Bergen war guter Rat teuer bei meiner Reiseplanung. Ich war schon paarmal in der mit ca. 240 Regentagen im Jahr ‚regenreichste Stadt Europas‘. Keine Ahnung ob das stimmt, denn ich hatte noch nie einen Niederschlag dort. Natürlich hoffte ich, dass diese Serie bestehen bleibt. Auf den Gipfel des Bergs Floie wollte ich nicht schon wieder, weder zu Fuß, noch mit der Bahn. Das Altstadtviertel ist nett, aber kein Aufenthaltsort für mehrere Stunden. Die beste Lösung fand ich in der Kombination einer Seilbahnfahrt auf den höchsten Berg der Umgebung, dem Ulriken, und den Besuch einer Eisbar. Beides war Neuland für mich.

Bergen

Da der Ausflug erst nach dem Mittagessen standfand, schaute ich mir die Stadt morgens auf eigene Faust an. Freundlich wurde ich nicht empfangen:

Empfang in Bergen
Empfang in Bergen

Der grimmige Blick erinnerte mich an jemanden zu Hause … Da gab sich diese Bar mehr Mühe:

Zinni vor einer Bar in Bergen
Zinni vor einer Bar in Bergen

Die Gebäude im Viertel stehen natürlich noch:

Das Altstadtviertel von Bergen
Das Altstadtviertel von Bergen

aber über das Schicksal der beiden Häuser rechts ist mir nichts bekannt:

Das Altstadtviertel von Bergen
Das Altstadtviertel von Bergen

Nach einem Blick auf den Vagsallmenningen (ein Platz in der Stadtmitte):

Der Vagsallmenningen in Bergen
Der Vagsallmenningen in Bergen

begab ich mich zum Fischmarkt, und war überrascht, dass die Blumen-, Bastelarbeiten- und Souvenir-Stände verschwunden waren, die zahlreich bei meinen letzten Besuchen noch standen. Anscheinend werden die nur in der Sommer-Saison aufgebaut, und sind nur für Touristen gedacht. Kein Wunder bei dem Schrott der angeboten wird, und mit Fisch nichts zu tun hat. Die Halle nebenan hatte offen. Die Fische/Krabben/Krebse & Co dort werden appetitlich (hoffentlich artgerecht) in Vitrinen ausgestellt:

In der Fischhalle von Bergen
In der Fischhalle von Bergen

Aber die Preise erschienen mir ‚etwas‘ übertrieben, trotz dem Wissen, dass in Norwegen alles teuer ist:

In der Fischhalle von Bergen
In der Fischhalle von Bergen

Ein Kilo geräucherter wilder Lachs, vor Ort gegessen, kostetet 160 Euro…

Ulriken

Bergen wird auch als ‚Stadt zwischen sieben Hügeln‘ bezeichnet, unter denen der Ulriken den höchsten und spektakulärsten Berg darstellt. Hoch ging es mit der Seilbahn, mit Wartezeit, Gruppen hatten keinen Vorrang. Ob das die beste Idee war, bei dem Blick auf die neblige Endstation, war ich mir nicht sicher:

Die Seilbahn in Bergen zum Ulriken
Die Seilbahn in Bergen zum Ulriken

Der Ausblick auf die Stadt war jedoch in Ordnung, und besser als erwartet:

Blick auf Bergen vom Ulriken aus
Blick auf Bergen vom Ulriken aus

Viel mehr zu unternehmen gab es bei diesen Wetterbedingungen nicht, außer noch etwas durch den Schnee zu laufen:

Auf den Ulriken in Bergen
Auf den Ulriken in Bergen
Auf den Ulriken in Bergen
Auf den Ulriken in Bergen

Es gibt schöneres, aber auch schlimmeres.

Magic Ice Bar

Nun wurde es cool, wir wurden in die ‚Magic Ice Bar‘ gefahren, eine Märchenwinterland erschaffen aus mehreren Tonnen Eis. Damit die konstante Temperatur von -5 C° auszuhalten ist, erhielten wir einen Poncho und Handschuhe:

In der Magic Ice-Bar in Bergen
In der Magic Ice-Bar in Bergen

Die Bar, die Regale, Tische und Stühle sind aus Eis. Lammfelle sorgen dafür, dass man sich hinsetzen kann:

In der Magic Ice-Bar in Bergen
In der Magic Ice-Bar in Bergen
In der Magic Ice-Bar in Bergen
In der Magic Ice-Bar in Bergen

Das Thema ist die Liebe, das Mädel sah sexy aus, nur ist sie wahrscheinlich zu gefühlskalt:

In der Magic Ice-Bar in Bergen
In der Magic Ice-Bar in Bergen

Die eisigen Werke entstanden in Anlehnung an einige der berühmtesten Gemälde der Welt:

In der Magic Ice-Bar in Bergen
In der Magic Ice-Bar in Bergen

unter anderen von Edvard Munch, einer der bekanntesten norwegischen Künstler, mit ‚Der Schrei‘

In der Magic Ice-Bar in Bergen
In der Magic Ice-Bar in Bergen

Es hatte Spaß gemacht sich dort aufzuhalten, obwohl ich am Ende etwas verfroren war. Ein letzter Blick auf die Bar mit Bild:

In der Magic Ice-Bar in Bergen
In der Magic Ice-Bar in Bergen
In der Eisbar von Bergen

Der coole Barkeeper spielte mit, die Musik dazu passte, und die Elemente wurden in unterschiedlichen Farben angestrahlt. Das was mal etwas ganz anderes, ich fand es gut.

Ich denke, dass ich das Beste aus meiner Situation in Bergen gemacht hatte, und in einer mir bekannten Stadt einiges neue gesehen hatte. Und die Serie hatte gehalten, ich kenne Bergen immer noch nur regenfrei!

Schnee im Eidfjord

6. Mai 2018

Der Eidfjord (circa 170 Kilometer lang), und die gleichnamige Kommune am Ende des Fjordes mit fast eintausend Einwohner, liegt in der Hardangerregion. Auf eigene Faust etwas zu unternehmen ist aufwendig, vor Ort gibt es nicht viel zu sehen, und die Ortschaft verlassen wird teuer. Ich buchte wieder einen Bus-Ausflug, dieses Mal zum Sysen-Damm und dem Vøringsfoss Wasserfall.

Sysen-Damm

Wir folgten mit unserem Bus dem Fluss Eio, erklommen eine Höhe von 750 Meter über dem Meer, und erreichten Hardangervidda, das größte Hochgebirgsplateau Nordeuropas. Ich war überrascht über den vielen Schnee der hier Anfang Mai lag:

Das Hochgebirgsplateau Hardangervidda
Das Hochgebirgsplateau Hardangervidda
Das Hochgebirgsplateau Hardangervidda
Das Hochgebirgsplateau Hardangervidda
Das Hochgebirgsplateau Hardangervidda
Das Hochgebirgsplateau Hardangervidda

Im April war die Straße noch gesperrt, aber mittlerweile schneefrei, und gut befahrbar.

Der Besuch vom Sysen-Damm, einer der vier Staudämme, die die nahegelegene Sima-Wasserkraftanlage mit dem nötigen Wasser für die Stromerzeugung versorgen, war auf dem Programm. Ein beeindruckender Anblick wurde versprochen, mit dem vielen Schnee sah es aber anderes aus. Nur wenige wagten sich an die Kante um nicht im Schnee zu versinken, und wer dort war kam enttäuscht zurück. Diesen Stopp hätten wir uns sparen können.

Der Sysen-Damm
Der Sysen-Damm

Der Vøringsfoss Wasserfall

Der Vøringsfoss Wasserfall, angeblich der bekannteste des Landes, sollte der Höhepunkt der Tour sein. Wir hofften auf eine nebelfreie Sicht, und wurden zuerst enttäuscht. Eine Gruppe, die gerade im Aufbruch war, sah so gut wie nichts. Wir auf den ersten Blick auch nicht, und auch auf den zweiten oder dritten nicht.

Da der Souvenir-Shop noch geschlossen war:

Der Souvenir-Shop vom Fossli Hotel
Der Souvenir-Shop vom Fossli Hotel

stürmten fast alle Gäste frustriert das nahe gelegene Fossli Hotel, um Kaffee und Kuchen serviert zu bekommen. Ich wollte so schnell nicht aufgeben, und gab die Hoffnung nicht auf wenigstens etwas zu erahnen. Und wurde belohnt, nicht viel später klarte es auf, und ich konnte mir den phänomenalen Wasserfall von oben ansehen. Er hat eine Fallhöhe von 182 Metern mit einem freien Fall von 145 Metern. Bei den vielen Wanderpfaden (wenn auch nicht mit den besten Bedingungen) änderte sich ständig die Aussicht, das war ein großer Höhepunkt der Reise für mich:

Der Vøringsfoss Wasserfall
Der Vøringsfoss Wasserfall
Der Vøringsfoss Wasserfall
Der Vøringsfoss Wasserfall
Der Vøringsfoss Wasserfall
Der Vøringsfoss Wasserfall

Als die Freunde von Kuchen und Kaffee zum Bus zurückgekommen waren (warum die den Ausflug gebucht hatten erschloss sich mir nicht, das gibt es auch auf dem Schiff), fuhren wir wieder zurück Richtung Eidfjord und MS Astor. Wir lagen leider auf Reede, und bei ein paar gleichzeitig ankommenden Ausflugsbussen ist mit Wartezeit zu rechnen. Das ist ein großer Nachteil von auf Reede liegen, man verliert viel Zeit für das Übersetzen in beide Richtungen.

Die MS Astor im Eidfjord
Die MS Astor im Eidfjord

Auf anstellen hatte ich keine Lust. Ich lief noch etwas im Ort herum, bis der letzte Tender ablegte ohne groß etwas zu entdecken außer unserem Kreuzfahrtschiff:

Die MS Astor im Eidfjord
Die MS Astor im Eidfjord

Bei der nachfolgenden Fahrt durch den Fjord hatte ich oft das zur Landschaft passende Lied von Dire Straits ‚Brothers In Arms‘ im Kopf mit dem Anfang

‚These mist covered mountains, are a home now for me‘

Dire Straits

Die mit Nebel und Wolken bedeckten Berge, die Wasserfälle, das Meer und der Schnee ergaben ein tolles und mysteriöses Szenario:

Unterwegs im Eidfjord
Unterwegs im Eidfjord
Unterwegs im Eidfjord
Unterwegs im Eidfjord
Unterwegs im Eidfjord
Unterwegs im Eidfjord
Unterwegs im Eidfjord
Unterwegs im Eidfjord

Lervik

Eine Überraschung gab es beim Einlaufen in Lervik. Der kleine Ort sollte nur zum Tendern der Ganztages-Ausflügler genutzt werden, die im Eidfjord ausgestiegen waren, und von dort mit dem Bus den Fjord endlang gefahren waren. Da wir zu früh waren, durften wir für eine beschränkte Zeit in der Ortschaft etwas herumlaufen.

Leider verloren einige dabei die Kontrolle, hatten sämtliche Benimmregeln verloren, und vorgedrängelt als ob die paar Sekunden etwas bringen. Wenn man jemand darauf angesprochen hatte, kam die Antwort: ‚Wir sind im Urlaub, entspannen sie sich‘. Sagten genau die richtigen Hohlköpfe…

Aber auch ich reagierte planlos, und verließ die Astor mit meiner Spiegelreflex-Kamera, aber ohne Batterie. Bis ich das merkte, lohnte es sich nicht noch einmal zurück zu gehen.

Lervik hatte mir klasse gefallen, das Wasser spiegelte sich toll mit den Gebäuden und Schiffen:

Spiegelungen in Lervik
Spiegelungen in Lervik
Spiegelungen in Lervik
Spiegelungen in Lervik

und die kleine Kirche, mit den dahinter liegenden Bergen, ergaben eine schöne Komposition:

Die Kirche von Lervik
Die Kirche von Lervik

Wir verabschiedeten uns von Lervik mit einem letzten schönen Blick auf den Ort:

Blick auf Lervik
Blick auf Lervik

und der tolle Tag endete mit einem idyllischen Sonnenuntergang:

Gute Nacht Lervik
Gute Nacht Lervik

Heiter auf der MS Astor

1. Mai 2018 – 13. Mai 2018

Die Dame

Ich hatte von Deutschland aus nur die Norwegen Kreuzfahrt gebucht. Die folgende fünf Tage Seereise der MS Astor nach Sylt, Esbjerg, Helgoland und Hamburg war zu dem Zeitpunkt ausgebucht. Sie hätte mich interessiert, da ich wegen Feiertag nur zwei freie Tage dafür nehmen musste, und ich neugierig auf die Destinationen war. Während der Fahrt wurde eine Kabine frei. Ich buchte sie kurzfristig, und blieb noch fünf Tage länger auf der MS Astor:

Die MS Astor
Die MS Astor

In Kürze: Sie wurde in Kiel gebaut, und 1987 in Dienst gestellt. Die Astor wird häufig mit einem anderen Schiff mit ehemaligen gleichen Name verwechselt. Unsere wurde nie in der Fernsehserie ‚Das Traumschiff‘ eingesetzt.

Die ‚alte Dame‘, wie sie von der Besatzung genannt wird, hat für mich folgende Tugenden:

  • Unternehmungslustig (fährt in Zielgebiete wie Australien und Grönland)
  • Unabhängig (fährt noch alleine als deutschsprachiges Hochseeschiff für die Reederei)
  • Gepflegt (alle Einrichtungen waren stets sehr sauber)
  • Schlemmerin (Geschmack und Auswahl von Essen und Getränke waren gut bis sehr gut)
  • Freundlich (bis auf ganz wenige Ausnahmen alle Mitarbeiter)
  • Elegant (schickes, aber etwas in die Jahre gekommenes Ambiente)
  • In das Alter gekommen (das WiFi ist grauenhaft)
  • Kinderlos (für die ist das Schiff und Programm nicht ausgelegt)
  • Leicht chaotisch (bei der Organisation der Tender-Fahrten…)

Das Restaurant

Aber wer Freunde ohne Fehler sucht findet keine. Ich hätte kaum verlängert, wenn es mir nicht so gut gefallen hätte. Ich gehörte sogar zum erlauchten Kreise, um einmal mit am Kapitäns-Tisch speisen zu können, war nett und informativ.

Hoffentlich bedient mich wieder der Kellner Tiju bei meiner nächsten Buchung:

Der Kellner Tiju mit Zinni auf der MS Astor
Der Kellner Tiju mit Zinni auf der MS Astor

Der Held meiner Reise, er machte einen tollen Job, wie auch die Restaurant-Leitung. Beide waren stets bemüht, mir ein knoblauchfreies Essen zu servieren. Einmal ging es gehörig schief, trotz Vorbestellung, da waren beide nicht im Dienst…

Die mitgemachten Ausflüge waren alle in Ordnung. Ich denke aber, dass dies mehr an der Destination liegt, da sie von örtlichen Agenturen durchgeführt wurden. In Norwegen wird man in der Regel als Tourist ernst genommen (außer auf dem Fischmarkt von Bergen vielleicht). Nicht wie in Zielen, die von Millionen von Touristen besucht werden, und man oft veralbert wird.

Die Kabine

Gegen die Kabinen gab es nichts auszusetzen. Für mich alleine war der Platz mehr als genug, und ich schlief immer tief und fest:

Meine Kabine auf der MS Astor
Meine Kabine auf der MS Astor

trotz Tiere im Bett:

Tier im Bett auf meiner Kabine auf der MS Astor
Tier im Bett auf meiner Kabine auf der MS Astor

Die Bar

Die Barkeeper waren aufmerksam und nett, und merkten sich schnell meine Lieblingsgetränke:

Zinni an der Bar auf der MS Astor
Zinni an der Bar auf der MS Astor

Die Shows

Ich besuchte einige der guten Shows, auch weil ‚ABBA‘ an einem Abend das Thema war. Hier auf diesem Bild:

ABBA Show auf der MS Astor
ABBA Show auf der MS Astor

Im August 2018 habe ich eine weitere Buchung auf der alten Dame, und freue mich schon darauf. Sie ist kein Partyschiff, wer aber eine angenehme, stilvolle und bequeme Seereise machen möchte, ist bei ihr gut aufgehoben.

Sonnenuntergang auf der Astor
Sonnenuntergang auf der Astor

Wolkenlos in Bremerhaven

8. Mai 2018

Bremerhaven

Fast alle Passagiere mussten die Astor früh verlassen, und die neue Passagiere konnten erst am Nachmittag das Schiff betreten. Ich hatte massig Zeit, und war schnell ‚Lost in MS Astor‘. Der Concierge, bei dem ich die neue Fahrt gebucht hatte, organisierte auch den unkomplizierten Umzug. Ich konnte nach dem Frühstück problemlos ohne Wartezeit die Kabine wechseln, und hatte den ganzen Tag für mich zur freien Verfügung.

Diesen nur auf dem Schiff zu verbringen hatte ich keine Lust, und Ausflüge wurden natürlich keine angeboten. Planlos lief ich vom Kreuzfahrt-Terminal in die Stadt, circa drei Kilometer. Bei schönen Wetter sah ich eine Ansammlung von Schlepper:

Schlepper in Bremerhaven
Schlepper in Bremerhaven

lief am Traumstrand der Stadt vorbei, Waikiki Beach in Hawaii ist nichts dagegen:

Der Strand von Bremerhaven
Der Strand von Bremerhaven

und erreichte die Innenstadt.

Der Simon-Loschen-Leuchtturm ist der älteste noch in Betrieb befindliche Festland-Leuchtturm an der Deutschen Bucht. Bitte nicht an handwerkliche Fehler beim Aufnehmen des Bildes denken, das Gebäude hat tatsächlich eine leichte Neigung:

Der leicht schiefe Simon-Loschen-Leuchtturm von Bremerhaven
Der leicht schiefe Simon-Loschen-Leuchtturm von Bremerhaven

Ich hatte das Mittagessen auf dem Schiff vorbestellt (war nötig bei den paar Gästen an Bord), und wollte das aus Fairness nicht verpassen. Ich lief die drei Kilometer zurück, und wartete erst einmal über eine halbe Stunde (trotz oder wegen der paar Passagiere an Bord) auf die Tomatensuppe. Die lies ich nach einem Löffel stehen, weil Knoblauchzehen im Überfluss darin waren, was ich nicht vertrage, und das natürlich angemeldet hatte. Mir war die abends noch aufgestoßen. So ging es schnell wieder den Weg zurück in die Stadt, war gut für die Figur, wie auch dieses verpatzte Mittagessen…

Dicke Pötte Tour

Der Grund zur Rückkehr war die ‚Dicke Pötte Tour‘, eine Weserrundfahrt entlang der großen Hafenanlagen von Bremerhaven. Hatte ich schon einmal gemacht, kann man sich aber immer wieder mal anschauen, wenn es nichts Besseres zu tun gibt.

Zuerst sah ich meine Schlepper vom Vormittag wieder:

Schlepper in Bremerhaven
Schlepper in Bremerhaven

Dann fuhren wir entlang der längsten Containerkaje der Welt, und sahen große Frachtschiffen aus aller Herren Länder:

'Dicke Pötte' in Bremerhaven
‚Dicke Pötte‘ in Bremerhaven
Dicke Pötte' in Bremerhaven
Dicke Pötte‘ in Bremerhaven
'Dicke Pötte' in Bremerhaven
‚Dicke Pötte‘ in Bremerhaven

Ich hatte Glück, neben mir saß ein pensionierter Schiffskapitän, der mir viele interessante maritime Geschichten erzählt hatte. Er korrigierte mehrfach den Guide und seinen Ansagen, wahrscheinlich zu Recht. Begeistert war der aber nicht darüber…

Zurück fuhren wir an einer Robbenbank vorbei:

Robben auf der Weser
Robben auf der Weser

und kehrten in die Innenstadt zurück:

Blick auf Bremerhaven
Blick auf Bremerhaven
Blick auf Bremerhaven
Blick auf Bremerhaven

Die Fahrt war ein netter Zeitvertreib. Ich lief wieder zurück zum Schiff, mein Laufpensum an dem Tag war enorm (26.231 Schritte, fast zwanzig Kilometer).

Zurück auf der MS Astor war es aus mit der Ruhe, die ersten neuen Passagiere waren eingetroffen.

Der Pilot brachte uns sicher aus dem Hafen:

Auf Wiedersehen Bremerhaven und Pilot
Auf Wiedersehen Bremerhaven und Pilot

und ein wunderschöner Sonnenuntergang begrüßte die neuen Gäste, Teil Zwei meiner Kreuzfahrt hatte begonnen:

Nordsee-Sonnenuntergang
Nordsee-Sonnenuntergang

Himmelsblau auf Sylt

9. Mai 2018

Kutter ‚Gret Palucca‘

Auf der nördlichsten deutschen Insel Sylt war ich bislang einmal, und das war ewig her. Ich freute mich wieder auf einen Aufenthalt, hatte aber keinen Plan was ich machen wollte. Zuerst wollte ich mir ein Bus-Tagesticket kaufen, und ein paar Ortschaften anfahren. Da ich in keiner der Städte auf der Insel etwas fand, wo ich schon immer mal hinwollte, beließ ich es dabei, und setzte erst einmal mit dem Tender über.

Das was ich auf den ersten Blick gesehen hatte gefiel mir, und beschloss im Norden der Insel zu bleiben:

Der Norden von Sylt
Der Norden von Sylt

Am nördlichste Sportboothafen von Deutschland wurde ein Ausflug mit dem Kuttern ‚Gret Palucca‘ zu Ruheplätzen von Seehunden angeboten. Von Natur und Tieren kann ich nie genug bekommen, und buchte erneut so eine Fahrt. Schlechter als die in Harlesiel konnte es nicht werden…

Zwischen den beiden Anbietern lagen Welten. Freundliches Personal machten die zwei Stunden zu einer kurzweiligen Tour. Während der Fahrt wurde ein Schleppnetz zu Wasser gelassen, und einiges an Seetierfang (Seesterne, Einsiedlerkrebse, Schnecken und Muscheln) gefangen. Mutige durften die Seetiere streicheln, wovon die Kinder viel Gebrauch machten, und ihren Spaß hatten:

Seetierfang vor den Küsten von Sylt
Seetierfang vor den Küsten von Sylt
Seetierfang vor den Küsten von Sylt
Seetierfang vor den Küsten von Sylt

Leider musste natürlich der Sicherheitsabstand vom Boot zu den Seehunden eingehalten werden, aus Tierschutzsicht verständlich:

Ruheplätze der Seehunde vor Sylt
Ruheplätze der Seehunde vor Sylt

Die Fahrt war angenehm und kurzweilig:

Zinni auf der 'Gret Palucca'
Zinni auf der ‚Gret Palucca‘

auch wegen Henning Ipsen, ein fachkundiges Crew-Mitglied, der unterhaltsam vieles zum Leben in der Nordsee erzählte:

Henning Ipsen, Crew der 'Gret Palucca'
Henning Ipsen, Crew der ‚Gret Palucca‘

Alle Tiere wurden natürlich am Ende der Fahrt wieder ins Meer ausgesetzt. Dazu eine kleine und passende Geschichte zum Nachdenken:

Es war einmal ein alter Mann, der jeden Morgen einen Spaziergang am Meeresstrand machte. Eines Tages sah er einen kleinen Jungen, der vorsichtig etwas aufhob und ins Meer warf. Er rief: ‚Guten Morgen. was machst Du da?‘ Der Junge richtete sich auf und antwortete: ‚Ich werfe Seesterne ins Meer zurück. Es ist Ebbe, und die Sonne brennt herunter. Wenn ich es nicht tue, dann sterben sie.‘

‚Aber, junger Mann‘, erwiderte der alte Mann, ‚ist dir klar, dass hier Kilometer um Kilometer Strand ist. Und überall liegen Seesterne. Du kannst unmöglich alle retten, das macht doch keinen Sinn.‘ Der Junge hörte höflich zu, bückte sich, nahm einen anderen Seestern auf und warf ihn lächelnd ins Meer. ‚Aber für diesen macht es Sinn!‘

Nach der Erzählung ‚The Star Thrower‘ von Loren Eiseley (1969)

Nord-Sylt

Der Hafen von List ist Gosch-verseucht. Wo man hinschaut ist ein Geschäft, ein Restaurant, ein Souvenir-Geschäft oder ein Imbiss von dem Unternehmer. Ich hätte mir mehr Konkurrenz gewünscht, verzehrte ein Fischbrötchen von denen, und wunderte mich erneut worauf die Marke ihren Erfolg aufbaut. Schlecht war es nicht, aber nichts Besonderes, und dafür zu teuer.

Ich hatte nur eine Landkarte ohne Maßstab von dem Norden der Insel bekommen, und mich verschätzt bei der Entfernung. Bereits auf dem Boot hatte ich erfahren, dass meine geplante Laufroute zu übermotiviert war.

Ich begann trotzdem erst einmal meine geplante Wanderung durch Nord-Sylt:

Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List

genoss die Stille, Ruhe und Idylle:

Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List

erlebte Schafe und ihre Lämmer ganz nah beim Grasen (und hatte fast einen Zuckerschock weil die so süß waren, und war froh kein Lamm zu essen):

Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List

und fern:

Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List

und war dabei fast ganz alleine auf weiter Flur:

Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List

Die Landschaft aus Heide und Dünen war traumhaft schön:

Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List
Im Norden von Sylt bei List

Die Wanderung durch die Natur war klasse, und hatte unerwartet viel Spaß gemacht.

Nachdem ich wieder List, die nördlichste Gemeinde Deutschlands, erreichte:

List / Sylt
List / Sylt

trank ich, da (fast) Monopolist, ein Bier bei Gosch im Hafen von List. Wer (von mir unerwartet) auf Selbstbedienung und nicht abgeräumte Tische steht fühlt sich dort vielleicht wohl, ich nicht.

Weil es mir im Gosch-freien List so gut gefallen hatte, entschied ich spontan, dass ich in naher Zukunft hier oft sitzen werde:

Mein neuer Stammplatz auf Sylt
Mein neuer Stammplatz auf Sylt

Mein Chef war darüber nicht begeistert, als ich ihm das mitteilte. Er antwortete nur das Wort ‚Negativ‘. Schade, aber einen Versuch war es wert.

Die MS Astor verließ die Insel in Richtung Dänemark, mit leider keinen guten Wettervorhersagen für den nächsten Tag.

Schauer in Esbjerg

10. Mai 2018

Insel Fanø

Esbjerg liegt im Südwesten Jütlands, und ist die siebtgrößte Stadt in Dänemark. In 2014 übernachtete ich dort, damals hatte es mir gefallen. Da wir den ganzen Tag Aufenthalt hatten, war mir das nur für die Stadt zu wenig. Ich buchte einen Ausflug zur nachgelegenen Insel Fanø, auf eigene Faust wäre das zu kompliziert gewesen.

Nach einer kurzen Bus- und Fährfahrt ließen wir überraschend die größte Stadt der Insel, Nordby, links liegen und fuhren direkt in den Süden der Stadt. In der Ausflug-Ausschreibung stand ‚folgen Sie Ihrem Reiseleiter zu Fuß durch die engen Sträßchen und Gassen von Nordby, die Sie in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück versetzen‘, er aber meinte dass es schönere Orte auf der Insel gibt.

Wir fügten uns. Der erste Halt war in Fanø Bad, wo wir kurz Richtung Strand liefen. Mittendrin war Schluss, für mehr reichte die Zeit nicht:

Der Strand von Fanø Bad
Der Strand von Fanø Bad

Angeblich der einzige Strand der Welt wo Linienbusse fahren (bitte nicht suchen, sind nicht auf dem Bild).

Der Strand von Fanø Bad
Der Strand von Fanø Bad

Der alte Schifffahrtsort Sønderho an der Südspitze der Insel war das Hauptziel des Ausflugs. Der Ort besitzt fast 300 gut erhaltene Gebäude, die zumeist aus dem 19. Jahrhundert stammen. Einige waren nett anzusehen, und erinnerten mich an die Häuser auf den Färöer-Inseln, kein Wunder bei der Zugehörigkeit zum Königreich Dänemark:

Gebäude in Sønderho / Fanø
Gebäude in Sønderho / Fanø
Gebäude in Sønderho / Fanø
Gebäude in Sønderho / Fanø
Gebäude in Sønderho / Fanø
Gebäude in Sønderho / Fanø
Gebäude in Sønderho / Fanø
Gebäude in Sønderho / Fanø
Gebäude in Sønderho / Fanø
Gebäude in Sønderho / Fanø

Auch die ländliche Umgebung hatte mir gefallen, der noch verschlafene Ort wirkte sehr idyllisch auf mich:

In der Nähe von Sønderho / Fanø
In der Nähe von Sønderho / Fanø
In der Nähe von Sønderho / Fanø
In der Nähe von Sønderho / Fanø

Noch, denn das ändert sich in der Hochsaison. Im Sommer sind an einem Tag vierzigtausend Besucher auf der Insel, meist aus Deutschland. Was man dort bei einem längeren Aufenthalt außer Wildkaninchen fangen oder Quallen-Schnorcheln macht hatte ich nicht herausfinden können. Ich befürchte für mich wäre das nichts, so schön die Insel auch war.

Für eine ausgiebige Besichtigung des Brauhauses (Fanø Bryghus) war leider keine Zeit. Ich kaufte das lokale Bier im Supermarkt (für den Preis von drei Bier bekommt man in Deutschland einen Kasten mit zwanzig Flaschen) für die Lieben zu Hause, und schaute noch kurz in die Kirche des Ortes. Sie wurde 1782 erbaut, ein schmales Langschiff mit eingebautem Querschiff, ganz nach den örtlichen Traditionen:

Die Kirche von Sønderho / Fanø
Die Kirche von Sønderho / Fanø

Wenn mein bescheidenes Dänisch nicht täuscht, hatte dieser Mann drei Ehefrauen und sieben Kinder, und war bei Beziehungen wohl sehr fleißig:

Gott habe ihn selig
Gott habe ihn selig

Die Tour endete mittags, und ich benötigte einen Wetterfrosch für den Nachmittag: An Bord der Fähre regnete es in Strömen:

Regen auf der Fähre
Regen auf der Fähre

Der Mensch am Meer

Eine große Lust den ganzen Nachmittag auf dem Schiff zu verbringen hatte ich nicht. Geplant war ein Spaziergang zu der Skulpturengruppe ‚Der Mensch am Meer‘, weil wegen Feiertag in der Stadt selbst nichts los war, und vieles geschlossen hatte. Nass werden wollte ich aber auch nicht. Ich wagte trotzdem die vier Kilometer lange Wanderung, und mein Optimismus wurde mit trockenem Wetter belohnt.

Die neun Meter hohe Skulpturengruppe aus weißem Beton wurde 1994 anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Esbjerg Kommune in Auftrag gegeben, und am 28. Oktober 1995 eingeweiht. Sie ist ein Wahrzeichen der Stadt, und der des Ramses im Tempel von Abu Simbel nachempfunden:

'Der Mensch am Meer' in Esbjerg
‚Der Mensch am Meer‘ in Esbjerg

Die Herausforderung war ein von lebenden Menschen freies Bild zu machen, was mir nach unermüdlicher Geduld auch gelang:

'Der Mensch am Meer' in Esbjerg
‚Der Mensch am Meer‘ in Esbjerg
'Der Mensch am Meer' in Esbjerg
‚Der Mensch am Meer‘ in Esbjerg

Ich sah richtig klein aus dagegen:

'Die Menschen am Meer' in Esbjerg
‚Die Menschen am Meer‘ in Esbjerg

Regen erwartete ich nicht mehr, und lief in die Stadt zurück. Bürger aus Nürnberg kann dieses Gebäude bekannt vorkommen, das Haus Nassau dort war das Vorbild, und wurde minutiös kopiert:

Der Wasserturm von Esbjerg
Der Wasserturm von Esbjerg

Liebend gerne hätte ich das lokale Bier aus Fanø getrunken, aber die geöffneten Lokale waren nur Raucherschuppen mit den üblichen dänischen Plörren, nein danke. Zwei schöne Aktionen hatte sich der Hafen einfallen lassen: morgens spielte eine Livemusik-Gruppe auf, um die Gäste zu verabschieden, und abends stand ein FPS (Fisch-Probierstand, Insidergag) am Hafen um die lokale Spezialität Bakskuld zu testen, geräucherte, getrocknete, gesalzene und erwärmte Kliesche (eine Schollenart), die köstlich schmeckte. Sorry für die miese Fotoqualität:

Die lokale Spezialität Bakskuld in Esbjerg
Die lokale Spezialität Bakskuld in Esbjerg

Zufrieden ging ich auf das Schiff zurück, der Wettervorhersage nach hätte der Tag auch ganz anderes laufen können. Im Gegensatz zu vielen anderen Passagieren. Die waren verärgert, dass an einem Feiertag in einer Stadt das Schiff anlegte, und die Geschäfte zu hatten. So ein Problem hätte ich auch gerne.

Sommerlich auf Helgoland

11. Mai 2018

Der Luftschutzbunker

‚Grün ist das Land, rot ist die Kant, weiß ist der Strand! Das sind die Farben von Helgoland!‘

So beschreiben die Helgoländer ihre Heimat. Ein ganz klein wenig Blut steckt auch bei mir drin, ich hatte auf Helgoland Verwandtschaft, die eine Pension betrieben hatten. Trotzdem hatte mich nie der Weg dort verschlagen, obwohl ich es paarmal (mit dem Flugzeug) plante.

Ob es dieses Mal klappen würde, war ich skeptisch. Das Wetter war gut, aber das Meer unruhig, auch wenn es auf dem Bild nicht so aussieht. Der erste Blick auf die Insel hatte mir gefallen, rechts gut die ‚Lange‘ Anna (ganz rechts) und die ‚Kurze‘ Anna (links davon) zu sehen:

Helgoland
Helgoland

Es war nicht einfach die Passagiere in den Tender zu bekommen, und zog sich zeitlich in die Länge. Ich war der erste der eingestiegen war, und der letzte der aussteigen konnte. Eine qualvolle 3/4 Stunde lag dazwischen… Ich war erleichtert wieder festen Boden unter den Füssen haben.

Natürlich kann man Helgoland sehr gut auf eigene Faust besuchen, nur für den Besuch des riesigen unterirdischen Luftschutzbunkersystems ist eine Vorbestellung nötig. Da wir jede Menge Zeit vor Ort hatten, buchte ich zuerst diese Führung, die sehr interessant wurde.

Der fachkundige Guide Dieter stellte sich vor (jeder kennt jeden und duzt sich dort), und erzählte uns die Geschichte der Insel. Sie wurde ein paarmal zur Seefestung ausgebaut. Im Rahmen dieser Bauaktivitäten wurde ein Bunker geschaffen, der 3.500 Menschen Zuflucht bot um die Zivilbevölkerung vor Luftangriffen zu schützen.

Diese Bekanntmachung ist Vergangenheit, und Fotografieren ist natürlich mittlerweile wieder erlaubt:

Im Luftschutzbunker von Helgoland
Im Luftschutzbunker von Helgoland

Der Bunker zieht sich durch den ganzen Ort:

Im Luftschutzbunker von Helgoland
Im Luftschutzbunker von Helgoland

Zuerst mussten wir 92 graue und glitschige Betonstufen nach unten nehmen. Der Gang danach durch die Stollenanlagen war beklemmend. Jeder Einheimischer hatte seinen festen Platz mit fünfzig Zentimeter Banklänge, und konnte nur die wichtigsten Habseligkeiten in den Bunker mitnehmen. Wenn jemand durchwollte, mussten alle aufstehen und sich auf die Bänke stellen. Zudem bröckelte mit jedem Bombeneinschlag von der Decke Putz herunter.

Es gab Räume für Mütter mit Säuglingen, Toiletten, einen Sanitätsraum, einen Schulraum und eine Küche, aber angenehm war der Aufenthalt dort bestimmt nicht. Ich konnte mir nur ein grobes Bild schaffen wie schlimm das tagelange ausharren in der 15 Grad kühlen Anlage war, trotz Heizung fröstelten fast alle. Wie es wirklich war, will ich mir lieber nicht vorstellen:

Im Luftschutzbunker von Helgoland
Im Luftschutzbunker von Helgoland
Im Luftschutzbunker von Helgoland
Im Luftschutzbunker von Helgoland

Bei der völligen Zerstörung der Insel (die Operation ‚Big Bang‘, eine der größten Explosionen der Weltgeschichte in 1947), waren die Einheimischen bereits evakuiert. Das Ziel der Aktion von Großbritannien war nicht die gesamte Insel vollständig zu vernichten, sondern nur die Militäranlagen (ersteres wurde aber in Kauf genommen). Ein weiteres Missverständnis: Helgoland wurde nicht mit Sansibar getauscht, die afrikanische Insel war nie im deutschen Kolonialbesitz. Durch den ‚Helgoland-Sansibar-Vertrag‘ entstand dieser falsche Eindruck.

Die Folgen von 'Big Bang'
Die Folgen von ‚Big Bang‘

Die Klippen vom Oberland

Wieder an der Oberfläche hatte ich genug von Geschichte und Kriege, und lief den Klippenrandweg um das Oberland.

Zuerst am Leuchtturm vorbei:

Der Leuchtturm von Helgoland
Der Leuchtturm von Helgoland

und danach direkt zur ‚Lange Anna‘. Der bizarre und rote Steinkoloss gilt als Wahrzeichen der Insel. Durch Frostschäden ist der Felsen seinem Schicksal überlassen, und vielleicht bald nur noch Historie. Wäre schade. Warum er früher als ‚Hengst‘ benannt wurde kann ich nur spekulieren, lasse das aber lieber:

Die 'Lange Anna' von Helgoland
Die ‚Lange Anna‘ von Helgoland
Zinni und die 'Lange Anna' auf Helgoland
Zinni und die ‚Lange Anna‘ auf Helgoland

Den drei Kilometer langen Klippenrandweg bei besten Wetter zu umrunden war klasse. Ich sah eine schöne Szene nach der anderen. Dafür verzichtete ich gerne auf die zahlreichen Souvenir-Geschäfte, Fischbrötchenbuden und Duty-Free Shops in der Stadt:

Unterwegs auf dem Klippenrandweg auf Helgoland
Unterwegs auf dem Klippenrandweg auf Helgoland
Unterwegs auf dem Klippenrandweg auf Helgoland
Unterwegs auf dem Klippenrandweg auf Helgoland
Unterwegs auf dem Klippenrandweg auf Helgoland
Unterwegs auf dem Klippenrandweg auf Helgoland
Unterwegs auf dem Klippenrandweg auf Helgoland
Unterwegs auf dem Klippenrandweg auf Helgoland

Ein weiterer Höhepunkt war das Beobachten der zahlreichen Basstölpel (angeblich 400 Brutpaare), die erst wieder in 1991 als Brutvögel auf die Insel zurückkehrten. Der ‚Lummenfelsen‘ (ein Naturschutzgebiet und Seevogelbrutfelsen) ist fest in der Hand der Tölpel, die herrlich von der Nähe zu beobachten waren, und sich von fotografierenden Zinnis nicht stören ließen:

Ein Basstölpel auf dem Lummenfelsen auf Helgoland
Ein Basstölpel auf dem Lummenfelsen auf Helgoland

Ich sah nach diesem Raketenstart:

Basstölpel auf dem Lummenfelsen auf Helgoland
Basstölpel auf dem Lummenfelsen auf Helgoland

Neckereien:

Basstölpel auf dem Lummenfelsen auf Helgoland
Basstölpel auf dem Lummenfelsen auf Helgoland

Liebeleien:

Basstölpel auf dem Lummenfelsen auf Helgoland
Basstölpel auf dem Lummenfelsen auf Helgoland

Streitereien:

Basstölpel auf dem Lummenfelsen auf Helgoland
Basstölpel auf dem Lummenfelsen auf Helgoland

und diesen hungrigen Vogel:

Mahlzeit!
Mahlzeit!

Weil es so schön war, lief ich den Rundweg am Nachmittag noch einmal ab, ohne die Tagestouristen, die bereits zurück Richtung Festland fuhren.

Ich begab mich beim ersten Mal dann Richtung Unterland. Ob dieses Schaf lieber auf der MS Astor wäre, den sehnsüchtigen Blick nach, als der Rasenmäher der Insel zu sein?

'Ich will auf die Astor'
‚Ich will auf die Astor‘

Ich hatte einen schönen Ausblick auf diesen Strand (und der MS Hanseatic):

Ein Strand auf Helgoland
Ein Strand auf Helgoland

spazierte dort etwas entlang, und beendete damit das Besuch-Programm auf der Hauptinsel.

An der Küste von Helgoland
An der Küste von Helgoland

Die Insel ‚Düne‘

Da wir den ganzen Tag Aufenthalt hatten, war noch genug Zeit die Nebeninsel ‚Düne‘ zu besuchen, das heimliche Juwel der Insel. Vormals verbunden, wurden beide Inseln nach der Neujahrsflut 1721 getrennt, ich hatte leider keinen Kontakt zu Personen die dabei waren. Heute ist die kleine weiße Schwester, die ein Kilometer entfernt von der Hauptinsel liegt, einfach und schnell mit der Fähre im dreißig Minuten Takt mit einer Fahrtdauer von sieben Minuten zu erreichen.

Mein Plan war, die Insel einmal zu umrunden. Das wurde zu einem Problem, aber nicht wegen der Entfernung (1000 Meter Länge und 700 Meter Breite), sondern dem Untergrund. Einen Wanderweg hatte ich nicht gefunden, und egal ob ich im Sand, oder auf den groben Steinen lief, beides war anstrengend. Schnell voran gekommen war ich nicht. Das war nicht tragisch, ich hatte Zeit, kostetet aber Kraft.

Die Strände sind mit Schildern nach ‚Textil‘, ‚FKK‘, ‚Mixed‘ und ‚Kinder‘ getrennt. Da es keines für ‚Zinni‘ gab, verzichtete ich auf ein Bad. Alle anderen Besucher übrigens auch. Ich sah niemanden der dazu mutig und abgehärtet für die kalten Nordseefluten war, außer einige die kurz mit den Füßen drinstanden:

Der Südstrand von der Insel 'Düne' auf Helgoland
Der Südstrand von der Insel ‚Düne‘ auf Helgoland

Die Insel ist bekannt für ihre Kegelrobben, Deutschlands größte Raubtiere, und bis zu 300 kg schwer. Sie schienen Ende des letzten Jahrhunderts in der deutschen Bucht bereits ausgestorben, doch seit Mitte der 90er Jahre kommen sie wieder regelmäßig auf die Badeinsel.

Es gab jede Menge davon, und man muss einen Abstand mehr als dreißig Meter als Sicherheitsabstand einhalten. Da mein gelernter Beruf nicht ‚Entfernungs-Schätzer‘ ist, dachte ich grob, dass ich dies befolgte. Umgehend bat mich ein Aufseher, doch bitte etwas zurück zu gehen. Verhaftet wurde ich nicht, und der Ton des Mitarbeiters war absolut in Ordnung. Das ist bestimmt nicht aus Schikane gemacht, sondern ergibt Sinn für die Tiere und die Menschen.

Schön war es trotzdem die Tiere zu beobachten:

Robben auf der Insel 'Düne' auf Helgoland
Robben auf der Insel ‚Düne‘ auf Helgoland
Robben auf der Insel 'Düne' auf Helgoland
Robben auf der Insel ‚Düne‘ auf Helgoland
Robben auf der Insel 'Düne' auf Helgoland
Robben auf der Insel ‚Düne‘ auf Helgoland
Robben auf der Insel 'Düne' auf Helgoland
Robben auf der Insel ‚Düne‘ auf Helgoland

Zurück auf der Hauptinsel lief ich noch einmal den Klippenrandweg (Bilder sind oben mit eingebaut), gönnte mir ein Fischbrötchen (besser und billiger als bei Gosch), kaufte meiner Mutter Parfüm für Muttertag, und verlies Helgoland glücklich und froh. Ich kann mir gut vorstellen das ich wiederkomme, dann mit dem Flugzeug. Aber das hatte ich schon oft vor, und nie realisiert…

Feierwetter in Hamburg

13. Mai 2018

Das Hamburger Hafenfest war auf meiner Prioritätenliste der Ziele, auf die ich mich am meisten freute, ganz unten. Volksfeste dieser Art mag ich nicht, zu Hause flüchte ich mich in den Urlaub bei so etwas. Es wurde geworben, dass die MS Astor den allerbesten Logenplatz für das farbenprächtige Feuerwerk beim größten Hafenfest der Welt hat, ich lies mich überraschen.

Zuerst fuhren wir am Hamburger Stadtteil Blankenese und dem Treppenviertel vorbei. Autos waren keine zu sehen, wahrscheinlich ist das eines der ärmeren Gegenden der Stadt:

Blankenese Hamburg
Blankenese Hamburg
Blankenese Hamburg
Blankenese Hamburg

Quatsch, natürlich ist der Elbvorort einer der schönsten und reichsten, und das Viertel ist ein erfolgreiches Großprojekt für autofreies Wohnen in der Stadt. Genug des Neides, wir fuhren am Flugplatz Hamburg-Finkenwerder vorbei, ein Sonderlandeplatz, und Teil des Werksgeländes von Airbus:

Der Flugplatz Hamburg-Finkenwerder
Der Flugplatz Hamburg-Finkenwerder

und erreichten die Hafengegend. In der ersten Reihe standen die, die immer da waren (die Gesichter wurden absichtlich modifiziert, gerade diese Personen hielten sich ja zurück):

Hier stand ich nicht in der ersten Reihe
Hier stand ich nicht in der ersten Reihe

Deutschland ist leider manchmal ein rücksichtsloses Land der Drängler, gerade im Urlaub oft erlebt. Im Alltag ist es entspannter. Wir waren nun mittendrin im Geschehen des größten Hafenfestes der Welt, und Bestandteil davon. Großsegler, Museumsschiffe, Barkassen, Einsatzschiffe und natürlich auch Kreuzfahrtschiffe kommen zum Hafengeburtstag, und letztere müssen auf die Liegeplätze verteilt werden. Wir fuhren am Geschehen vorbei:

Das Hamburger Hafengeburtstag Fest
Das Hamburger Hafengeburtstag Fest
Das Hamburger Hafengeburtstag Fest
Das Hamburger Hafengeburtstag Fest
Das Hamburger Hafengeburtstag Fest
Das Hamburger Hafengeburtstag Fest
Das Hamburger Hafengeburtstag Fest
Das Hamburger Hafengeburtstag Fest

und legten etwas abseits davon an.

Er wurde durchgegeben, dass das Fest mit einem fünfzehn minütigen Spaziergang zur nächsten U-Bahn-Station zu erreichen war. Dafür hatte ich keine Lust, und wollte auf dem Schiff verweilen. Nach einer Stunde gepflegter Langeweile, und gutem Wetter, entschloss ich mich doch in den Trubel zu wagen, aber direkt zu Fuß. So weit war das gar nicht, eine U-Bahn Fahrt war nicht nötig. Störend war die aufgeklappte Brücke (kein Wunder bei einem Hafenfest mit permanentem Schiffsverkehr), und nervte durch die immer mehr werdenden Massen an Menschen, die warteten bis sie wieder aufging:

Das Hamburger Hafengeburtstag Fest
Das Hamburger Hafengeburtstag Fest

Auf ein Schlepperballett warteten schon Stunden vorher Menschen, damit sie einen Platz bekommen. Sonst war von diesen Plätzen aus fast nichts zu sehen:

Das Hamburger Hafengeburtstag Fest
Das Hamburger Hafengeburtstag Fest

Ansonsten war es ein Volksfest wie ich die meisten kenne, Trubel, Geschiebe und schlechtes Essen und Trinken:

Das Hamburger Hafengeburtstag Fest
Das Hamburger Hafengeburtstag Fest

Ich trank ein Piratenbier aus dem Plastikbecher, war mal auf dem Hafenfest, und vermute dort nicht mehr hinzukommen. Frühzeitig lief ich wieder zurück. So konnte ich die Auswirkungen des Abstiegs vom HSV aus der Bundesliga nach 55 Spielzeiten Ligazugehörigkeit an diesen Tag nicht miterleben. Ich vermute aber, dass weder der Notstand ausgerufen, noch Panzer zur Deeskalation aufgefahren wurden.

Wie ich dachten wohl die meisten an Bord, die ungezählte Mehrheit der Passagiere fand sich auf dem Deck ein um das Feuerwerk zu sehen. Wenn das der ‚allerbeste Logenplatz‘ dafür ist, möchte ich den schlechtesten erst gar nicht wissen …:

Das Feuerwerk zum Hamburger Hafengeburtstag
Das Feuerwerk zum Hamburger Hafengeburtstag

Egal, Feuerwerke und Feste sind nicht mein Ding, und waren nicht Grund der Reise. Lang feierte ich nicht mit, wir mussten um sieben Uhr früh am nächsten Morgen die Kabine verlassen.

Am nächsten Morgen fuhr mit dem Taxi zum Bahnhof, und wollte dort meinen Zug umbuchen da ich viel zu früh war. Es blieb bei dem Versuch, als ich ein großes Schild ‚Keine Buchungen für heute möglich‘ sah. Wenigstens konnte ich dadurch alle Vorzüge genießen…

Nach dem Warten in der Lounge, und am überfüllten Bahnsteig konnte ich endlich einsteigen, und erstmals online die Fahrkartenkontrolle per App machen. Ich hatte einen Platz im Ruhebereich der ersten Klasse gebucht. Als ich zum Platz gekommen war, saß dort eine Mutter mit ihren beiden Kindern (circa vier und fünf Jahre alt) als Nachbarn, mein Platz war mit Spielzeug belegt, das sofort entfernt wurde bei meiner Ankunft. Aus Rücksicht wollte ich mich umsetzen, wegen dem Hafen-Geburtstag war aber kein anderer Platz mehr frei.

Ich war früh aufgestanden, und mein Plan war etwas zu dösen auf der Fahrt. Dass dies nichts wurde merkte ich nach einer Minute… Mit einem Ruheabteil hatte das nichts zu tun. Aufregen hätte aber auch nichts gebracht. Ich fügte mich, bastelte für die Kleinen Boote aus Papier, machte ein Tier-Ratespiel mit meinen Fotos in der Kamera und ähnliches. Machte letztendlich mehr Spaß als ein Schlafversuch, der doch nichts gebracht hätte.

Dramatisch wurde es nur, als der Sohn vom Eismann nichts kaufen durfte. Da hielt ich mich raus. Die beiden anderen Herren auf der anderen Seite des Abteils schienen mir nicht so begeistert vom Lärm, sagten aber nichts… Was hätte man denn auch unternehmen sollen? Ich hoffe, dass niemand darauf besteht dass die drei das Abteil verlassen sollen, weil die Kinder etwas laut waren, wahrscheinlich waren das die letzten freien Sitze. Ich glaube kaum, dass bewusst der Ruhebereich gewählt wurde, und die Mutter gab sich jede Mühe, es für uns so leise wie möglich zu machen.

Nach fast vier Stunden Fahrt in einem ICE4, die neue Generation der Hochgeschwindigkeitszüge (ich hätte das nicht gemerkt, meine Sitznachbarn erzählten mir das), war der Urlaub beendet. Ich fand ihn klasse und sehr abwechslungsreich, inklusive Wetter. Bis auf eine Fata Morgana, die Nordlichter und ein Sandsturm hatte ich fast alle Arten erlebt. Die ‚2-Insel-Fahrt‘ in Harlesiel kann ich nur sehr eingeschränkt empfehlen, vieles andere wie beschrieben umso mehr. Noch bin ich nicht müde für Kreuzfahrten und Nordland-Fahrten, und ich hoffe das bleibt so. Vier Wochen nach Urlaubsende geht es auf die nächste Kreuzfahrt in den Norden, und freue mich schon.

Vielen Dank für das Lesen und Betrachten, und habe die Hoffnung, dass der Bericht und die Bilder gefallen haben.

Moin und Ahoi Gerald

Bye bye Urlaub
Bye bye Urlaub

Galerien über die Ziele:

Galerie Astor

Galerie Bergen

Galerie Geirangerfjord

Galerie Hamburg

Galerie Helgoland

Galerie Jütland

Galerie Stryn

Galerie Sylt

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